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| Zelle | kleinste Baueinheit des lebenden Organismus mit Fähigkeit zu Stoffwechselleistungen, Reizbeantwortung, Beweglichkeit u. Fortpflanzung. Sie besteht aus dem Zellkern und dem Zelleib (Zytoplasma), die äußere Begrenzung bildet die Zellmembran. Im Zytoplasma befinden sich die Zellorganellen, das sind die "Organe" der Zelle für die verschiedenen Stoffwechselvorgänge. Zellen sind für die verschiedensten Aufgaben spezialisiert. |
| Zellmembran | Zellwand |
| Zellulitis | Orangenhaut |
| Zellzyklus | 0. G0-Phase: Ruhephase oder besser Funktionsphase. Diese Phase gehört eigentlich gar nicht zum Zellzyklus. Nicht alle Zellen sind immer zur Vermehrung bereit. Sie bleiben zwar vital, teilen sich aber nicht mehr, sondern erfüllen spezielle Funktionen. Wenn die Zelle teilungsfähig bleibt, kann sie bei Bedarf auch wieder in den Zellzyklus eintreten. 1. G1-Phase: Wachstumsphase: RNS- und Proteinbiosynthese laufen auf Hochtouren. Sie dient der "Materialbeschaffung" für die S-Phase
2. S-Phase: DNA-Synthesephase: die DNA (Chromosomensatz) wird verdoppelt (Reduplikation): Aus einem Chromatinfaden, einem sog. Chromatid, werden 2 Chromtinfäden, die Schwester-Chromatiden. 3. G2-Phase: Korrektur-Phase: An den neuen DNS-Strängen werden bei der Verdoppelung entstandene Fehler repariert. Es werden spezifische, zur Zellteilung notwendige Proteine, wie z.B. Enzyme synthetisiert. 4. M-Phase: Mitose: die eigentliche Zellteilung, die Zelle halbiert wieder ihren Chromosomensatz, es entstehen zwei Tochterzellen. Nach Abschluss der Mitose (M-Phase) treten die Zellen entweder in eine erneute G1-Phase ein oder bleiben in einer G0-Phase ohne weitere Teilung. Die Dauer eines Zellzyklus wird als Generationszeit bezeichnet. Für best. Formen der Tumortherapie ist die Synchronisation der Zellzyklen (insbes. der Tumorzellen) von Bedeutung. |
| zentrale Venen | Venen, die in den rechten Vorhof des Herzens münden, obere und untere Hohlvene. In die obere Hohlvene münden die Schlüsselbeinvene (V. subclavia) und die innere Halsvene (V. jugularis interna). In die untere Hohlvene münden die Beckenvenen. |
| zentraler Venenkatheter | Abk. ZVK, ein Venenkatheter, der in einer zentralen Vene kurz vor dem Herzen liegt. |
| Zentralnervensystem | die Steuerzentrale des Körpers - Gehirn und Rückenmark |
| Zentrifuge | Schleudermaschine, die u.a. benutzt wird, um die Blutzellen vom Serum bzw. Plasma zu trennen. Durch die Fliehkraft werden die Zellen nach außen geschleudert und setzen sich von der Flüssigkeit ab. Man kann damit auch Zellen untereinander trennen, vorausgesetzt sie sind verschieden groß oder "schwer", dies macht man sich bei der Apherese zunutze. |
| zerebellar | das Kleinhirn betreffend |
| zerebral | das Gehirn betreffend |
| zerebrospinal | Hirn und Rückenmark betreffend |
| zerebrovaskulär | die Hirnblutgefäße betreffend |
| zervikal | den Hals betreffend |
| Zervix | Gebärmutterhals |
| Zervixkarzinom | ein Karzinom, das vom Epithel des Gebärmutterhalses ausgeht |
| Zirrhose | Leberschrumpfung |
| ZNS | das Zentralnervensystem |
| Zoonose | Vom Tier auf den Mensch, oder umgekehrt, übertragbare Krankheit |
| ZVK | zentraler Venenkatheter, wird über den Hals gelegt |
| Zyanose | Blaufärbung der Haut |
| zyklisch | regelmässig wiederkehrend |
| Zykloplegie | Lähmung des Ziliarmuskels |
| Zyste | klar umschriebene Flüssigkeitsansammlung, abgegrenzt, von Epithel ausgekleidet, nicht abfließend, z.B. Nierenzyste. Zu diagnostischen Zwecken wird der Inhalt mittels Feinnadelbiopsie abgesaugt und zytologisch untersucht. |
| zystische Fibrose | Mukoviszidose |
| Zystitis | Harnblasenentzündung |
| Zystoskopie | Blasenspiegelung |
| Zytokine | von einer Vielzahl von Zellarten gebildete Substanzen, die als hormonähnliche Wirkstoffe Zellen aktivieren (insbes. Immunzellen). Hierzu gehören z.B. Interleukine, Interferone und Wachstumsfaktoren wie G-CSF. |
| Zytologie | Lehre von Bau, Funktion und krankhaften Veränderungen der Zellen. Sie wird für die mikroskopische Untersuchung der (angefärbten) Zellen in Punktionsmaterial, Körperflüssigkeiten und Abstrichen gebraucht und ist entscheidend für die genaue Diagnose einer Tumorerkrankung. |
| Zytoplasma | Grundplasma der Zelle, das flüssige, nicht aus Partikeln bestehende Grundmaterial der Zelle. |
| Zytostatika | Einzahl: Zytostatikum. Stoffe, die das Zellwachstum, insbes. die Zellteilung hemmen. Zellgifte, die im wesentlichen in der Therapie bösartiger Erkrankungen eingesetzt werden. Das Wirkungsprinzip beruht auf unterschiedlicher Beeinflussung des Stoffwechsels von Zellen, deren Zellteilung dadurch verzögert bzw. verhindert wird. Zytostatika, die ausschließlich Tumorzellen angreifen und gesunde Zellen schonen, gibt es allerdings noch nicht. Da diese Medikamente hochwirksam sind, wird bei der Herstellung auf höchste Reinheit geachtet. Sie können künstlich hergestellt werden, aber auch aus Pflanzen, Mikroorganismen oder anderen Naturstoffen gewonnen werden. Für die Wirksamkeit spielt dies eine untergeordnete Rolle |
| zytotoxisch | zellschädigend |
| Zytotoxizität | Schädlichkeit einer bestimmten Substanz für eine Zelle. Die Bezeichnung wird häufig für die unerwünschten Nebenwirkungen der Zytostatika verwendet. Auch in der Behandlung nicht bösartiger Erkrankungen werden unter Umständen zytotoxische Medikamente eingesetzt. |
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