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Als Aggravation (von lat. aggravare: schwerer machen) wird das bewusst übertriebene Betonen von vorhandenen Krankheitssymptomen bezeichnet. Ein Aggravant ist ein Patient, der seine Symptome übertrieben stark darstellt.
Beim aggravierenden Patienten besteht im Unterschied zum Simulant ein echtes Symptom, deren Schwere jedoch nicht im Verhältnis zum objektiven Krankheitsbefund steht.
Verbunden mit Aggravation ist manchmal auch ein Krankheitsgewinn wie finanzielle Begünstigungen, soziale Erleichterungen oder vermehrte Aufmerksamtkeit von der Umgebung.
Ein Grund für die Aggravation kann auch die Erfahrung sein, dass eine reale Schilderung der Symptome zu wenig anerkannt oder banalisiert wurde. Mittels Aggravation wird dann versucht, dem vorausschauend zu begegnen.
Das Gegenteil - das Herunterspielen oder Bagatellisieren von Krankheitssymptomen - bezeichnet man als Dissimulation.
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