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Bartter-Syndrom - Medizin-News-Lexikon

Bartter-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Das Bartter-Syndrom ist eine seltene autosomal-rezessiv vererbte Krankheit des aufsteigenden Ast der Henle-Schleife in der Niere.

Es besteht entweder ein Defekt des Furosemid-sensitiven Na-K-2Cl-Kotransporters (NKCC2, Typ 1; auch BSC1 genannt) (oder des apikalen K-Kanals (ROMK; Typ 2) oder des basolateralen Cl-Kanals (CLCKB, Typ 3), die mit dem Na-K-2Cl-Kotransport bei der Resorption von NaCl im Verdünnungssegment kooperieren) im aufsteigenden Ast der Henle-Schleife der Niere. Dadurch kann Natrium nicht genügend rückresorbiert werden, und es entsteht ein hyperreninämischer Hyperaldosteronismus. Typ IV ist durch einen Defekt in Barttin, der essentiellen β-Untereinheit des ClC-K-Kanals gekennzeichnet, der neben der basolateralen Membran der Henle-Schleife, auch im Innenohr exprimiert wird. Dieser Phänotyp zeigt eine zusätzliche Taubheit, da die Produktion der K-reichen Endolyphe gehemmt ist. Bei Typ V liegt eine Mutation im CaSR (extrazellulärer Calcium-Ion-Sensing-Rezeptor) vor, der die NKCC2 und den ROMK inhibiert. Das Hyperprostaglandin-E-Syndrom ist eine Kombination aus Typ I, II und III.

Die Krankheit ist mit einer Auftrittswahrscheinlichkeit 1,2 : 1 Million sehr selten.

Symptome

Der Blutdruck ist typischerweise trotz erhöhtem Renin und Aldosteron erniedrigt. Bei erniedrigten Kaliumwerten kommt es zur metabolischen Alkalose und Salzverlust. Dehydratation, Erbrechen und Polyurie sind möglich. Als Folge des Hyperaldosteronismus entsteht eine Hypokaliämie sowie eine metabolische Alkalose.

Weitere Symptome sind :

  • Verlangen nach Salz,
  • Muskelkrämpfe,
  • Muskelhypotonie (Muskelschwäche) bis zur Bewegungsunfähigkeit,
  • Zittern, Taubheitsgefühle in den Fingern/Zehen, brennende Füße,
  • Migräneartige Kopfschmerzen, Verwirrung, Erinnerungsstörungen, Schwindelgefühl,
  • Gelenkschmerzen, Magenkrämpfe

Therapie

Es wird versucht, durch Infusionen den Kaliumspiegel und den Natriumspiegel zu heben. Außerdem können Aldosteronantagonisten sowie Prostaglandinsynthesehemmer (z. B. Indometacin) eingesetzt werden.

Weblinks

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Bartter-Syndrom“

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