Medizin-Lexikon online
0
0
0
0

Alle Krankenhäuser
und Rehakliniken:
Adressen und Infos!

Zur Liste der Fachbegriffe Artikel-Infos
   

Bromhidrosis - Medizin-News-Lexikon

Bromhidrosis

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Klassifikation nach ICD-10
L75 Krankheiten der apokrinen Schweißdrüsen
L75.0 Bromhidrosis
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Die Bromhidrosis oder Bromhidrose (grch. βρῶμος (brômos) «Bocksgestank der Tiere»; ἱδρώς (hidrós) «Schweiß» [1]) ist eine Sonderform der Hyperhidrosis, bei der der vermehrt produzierte ekkrine Schweiß die Hornschicht der Haut ständig durchfeuchtet und die Vermehrung der ortsständigen Keimflora (v.a. Mikrokokken) begünstigt. Mit dem Abbau des Keratins der Hornhaut entstehen kurzkettige Fettsäuren und Amine und damit ein unangenehmer Körpergeruch, v.a. im Bereich der Leistenregion, Achselhöhlen und Füße (Zehenzwischenräume) wie auch anderen intertriginösen Arealen. Auch die Kopfhaut kann einen unangenehmen Geruch aufweisen, der meist weniger stark wahrgenommen wird, vermutlich weil sich hier die entsprechenden "Duftstoffe" trotz der Behaarung noch relativ schnell verflüchtigen.

Der aus den Duftschweißdrüsen stammende apokrine Schweiß bzw. Talg wird ebenfalls durch Bakterien in Fettsäuren und Ammoniak verstoffwechselt, was zu einem starken Geruch führt. Je nach Zusammensetzung riecht es muffig, ranzig, säuerlich und ist für die Betroffenen stark belastend und führt häufig zu psychischen Problemen. Obwohl sie sich mehrmals am Tag waschen, bleibt die Angst zu riechen“, was sich bis zu Geruchswahnvorstellungen als besonderer Form einer Dysmorphophobie steigern kann. Von Außenstehenden wird ein starker Schweißgeruch allerdings in der Regel als mangelnde Hygiene interpretiert.

Apokrine Duftdrüsen werden von adrenergen Nervenfasern innerviert, so dass besonders bei Stress eine erhöhte Schweißproduktion zu bemerken ist, womit die Aussage verständlich wird, dass man "Angst riechen" könne, wobei es sich hier um eine Signalverarbeitung unterhalb der bewussten Wahrnehmungsschwelle und somit nicht um eine Bromhidrose handelt.

Therapeutisch wirksam sind hygienische Maßnahmen in Verbindung mit einer lokalen Antisepsis z.B. mit 70 %igem Alkohol, was zu einer Dezimierung der Problemkeime und damit zumindest zu einer deutlichen Verbesserung der Geruchsbildung führt.

Als "Störung" der ekkrinen Schweißdrüsenfunktion kann eine Bromhidrose auch durch die Beimengung verschiedener Substanzen wie z.B. Dimethylsulfoxid (DMSO; mit einen knoblauchartigen Geruch) entstehen.


Siehe auch

Quellen

  1. Wilhelm Gemoll, Karl Vretska: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch“, Verlag Hölder-Pichler-Tempsky, 9. Auflage, ISBN 3-209-00108-1
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Bromhidrosis

Lesen hält gesund!
Aktuelle Buchtipps der Redaktion zu den Themen Medizin, Gesundheit und Wellness!
Medikamente bequem bestellen
Online, per Fax oder Telefon verschreibungspflichtige Medikamente bestellen? Kein Problem! Unsere Partnerapotheke steht Ihnen zur Verfügung!
Top nach oben
0
0
0
Die Themen
Akupunktur & Alternatives
Allergie & Asthma
Anti-Aging
Arznei & Pharma
Augen & Brille
Baby & Kleinkind
Depression & Psyche
Diabetes
Entspannung & Schlaf
Ernährung & Diät
Gehirn & Nerven
Haar & Beauty
Haut & Schönheit
Herz & Kreislauf
Hormone
Husten & Schnupfen
Impfen
Infektion
Knochen & Gelenke
Kopfschmerz & Migräne
Krebs & Tumor
Leber & Galle
Lust & Liebe
Magen & Darm
Mund & Zähne
Nase & Ohren
Nerven & Stärkung
Nieren & Blase
Rauchen & Sucht
Rheuma & Gelenke
Schmerz
Sport & Fitness
Stoffwechsel
Venen & Durchblutung
Vitamine & Mineralien
BUCHTIPPS
0

© LOGismOS, Berlin
Seite in 2.69963 sec generiert


Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright 2002-2004