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| Klassifikation nach ICD-10 |
| L20 |
Atopisches (endogenes) Ekzem |
| L21 |
Seborrhoisches Ekzem |
| L22 |
Windeldermatitis |
| L23 |
Allergische Kontaktdermatitis |
| L24 |
Toxische Kontaktdermatitis |
| L25 |
Nicht näher bezeichnete Kontaktdermatitis |
| L26 |
Exfoliative Dermatitis |
| L27 |
Dermatitis durch oral, enteral oder parenteral aufgenommene Substanzen |
| L28 |
Lichen simplex chronicus und Prurigo |
| L29 |
Pruritus |
| L30 |
Sonstige Dermatitis |
| ICD-10 online (WHO-Version 2006) |
Als Dermatitis wird eine entzündliche Reaktion der Haut bezeichnet, die vornehmlich die Dermis (Lederhaut) erfasst. Ein Synonym dafür ist über weite Bereiche der Begriff Ekzem. Allerdings handelt es sich bei der Dermatitis um eine breiter gefasste Definition und müsste ein "Ekzem" damit genauer als "Dermatitis ekzematosa" benannt werden.
So werden in der ICD-10 in der Gruppe L20 - L30 ("Dermatitis und Ekzem") die beiden Namen austauschbar verwendet, und dementsprechend hier zunächst jene Erkrankungen aufgeführt, die nicht dort hinein fallen, da deren wesentliche Merkmale einer Einordnung in andere Krankeitsgruppen besser entsprechen und eben nicht eine Intoleranzreaktion wie bei der Ekzemgruppe im Vordergrund steht.:
Synonym
Synonym zu Dermatitis wird die Bezeichnungen Ekzem laut ICD-10 u.a. verwendet für:
Diagnostik
Um die bereits oben genannten Erkrankungen der Haut festzustellen, muss man mit der Effloreszenzenlehre bewandt sein. Effloreszenzenlehre (lat. Aufblühen) lässt die Merkmale aller Erkrankungen auf der Haut sichtbar erscheinen.
Zu den bekanntesten gehören:
- der Fleck (Macula)
- die Papel (Papula), eine über dem Hautniveau liegende Erhebung. Sie entsteht durch eine Verdickung der Epitdermis.
- das Bläschen (Vesicula und die Blase Bulla), mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die über das Hautniveau erhaben sind.
- die Quaddel (Urtica), ein umschriebenes, akutes Ödem in der Lederhaut, das durch Plasmaaustritt aus den Gefäßen bedingt ist.
- die Zyste
- die Hautschuppe (Squama)
- die Rhagade oder Fissur, ein spaltförmiger Hauteinriss.
- der Ulkus (Geschwür)
Behandlung
Lokaltherapeutka
Viele Hauterkrankungen werden mit Lokaltherapeutika behandelt. Die Vorteile sind:
- Wirkung am Erkrankungsherd ist mit einer höheren Konzentration des Arzneimittels
- Nebenwirkungen sind geringer: z.B. von Glukokortikoiden
Die drei Komponenten von Lokaltherapeutika
- Grundstoff (z.B. Salbengrundlagen, Trägerstoffe)
- Wirkstoff
- Zusatzstoffe
Lokaltherapeutische Formen
- Auftragen von Cremes, Salben, Schüttelmixtur
- Tragen DermaSilk®-Seidentextilien veredelt mit AEGIS™
- Anlegen eines Verbands
- Anlegen eines feuchten Umschlags
- Zusätze für entsprechende Voll- oder Teilbäder
Systemische Medikation
Viele Erkrankungen bedürfen auch einer gezielten medikamentösen Behandlung. Einige der wichtigsten Präparate sind:
Siehe auch
Dermatose, Bullöse Dermatose