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Diabetes insipidus - Medizin-News-Lexikon

Diabetes insipidus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dieser Artikel erläutert den Diabetes insipidus. Andere Arten von Diabetes siehe Diabetes
Klassifikation nach ICD-10
E23.2 Hypophysärer Diabetes insipidus
N25.1 Renaler Diabetes insipidus
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Der Diabetes insipidus (Syn.: Diabetes spurius; Wasserharnruhr) ist eine angeborene oder erworbene Krankheit, die durch eine vermehrte Urinausscheidung (Polyurie) und ein gesteigertes Durstgefühl (Polydipsie) charakterisiert ist.

Inhaltsverzeichnis

Formen des Diabetes insipidus

1. Diabetes insipidus centralis (Syn.: D. i. neurohormonalis): Bei dem zentralen Diabetes insipidus ist die Ursache ein Fehlen oder eine unzureichende Produktion des "antidiuretischen Hormons" ADH (Syn.: Vasopressin), welches im Hypothalamus gebildet und in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gespeichert wird. Dieses Hormon wirkt auf die Niere antidiuretisch und führt zur Bildung eines konzentrierten Urins. Für den ADH-Mangel können ein Schädel-Hirn-Trauma, ein Tumor im Hypothalamus oder der Hypophyse oder Autoantikörper gegen die vasopressinproduzierenden Zellen verantwortlich sein. Es gibt auch den sog. familiären, also angeborenen diabetes insipidus.

2. Diabetes insipidus renalis (Syn.: ADH- bzw. Vasopressin-resistenter D. i.): Bei der seltenen Form des renalen Diabetes insipidus liegt der Defekt in der Niere, die trotz Anwesenheit des Hormons ADH keinen normal konzentrierten Harn bilden kann, da der für die Rückresorption des Wassers aus dem Primärharn nötige Aquaporinkanal AQP2 fehlt.

Bei beiden Formen scheidet die Niere vermehrt Wasser aus. Wenn Wasser nicht genügend durch Trinken ersetzt wird, kommt es zu einer Konzentrierung von Natrium im Blut (Hypernatriämie), einer sog. hypertonen Dehydratation.

Diagnostik

  • Anamnese
  • Laboruntersuchung von Serum- und Urinosmolalität
  • Im Durstversuch steigt die Urinosmolalität nicht wie zu erwarten an.

Therapie

Bei ADH-Mangel wird synthetisches ADH zweimal täglich als Nasenspray verbrabreicht. Das ADH wird von der Nasenschleimhaut aufgenommen und gelangt über das Blut zu den Nieren. Beim renalen D. i. Typ ist es schwieriger. Dort muss eine adäquate Flüssigkeitszufuhr herausgefunden werden. Zum Teil können auch Thiazid-Diuretika gegeben werden, die im Sammelrohr das Flüssigkeitsangebot reduzieren.

Weblinks

Thema Erklärungen:

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_insipidus“

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