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Als eine Elephantiasis oder (nach Neuer Rechtschreibung, in Fachkreisen jedoch kaum gebräuchlich) Elefantiasis (griechischελεφαντίασις, in etwa die Elefantenartigkeit“, von ελέφαντας, der Elefant“) wird eine abnorme Vergrößerung eines Körperteils durch Schwellungen der Lymphknoten und -bahnen im Bindegewebe bezeichnet. Meist sind die Beine oder die äußeren Geschlechtsteile betroffen. Man unterscheidet erworbene von angeborenen Formen.
Die Krankheit tritt als Elephantiasis tropica[1] vorwiegend in tropischen Regionen auf und wird hier als Spätfolge verschiedener Infektionen, unter anderem durch Fadenwürmer wie Brugia malayi (auch Wuchereria malayi oder Filaria malayi genannt) oder Wuchereria bancrofti, aber auch durch Lepra, ausgelöst. Die Würmer gelangen durch den Stich eines Moskitos oder einer Mücke ins lymphatische System und verursachen dort eine chronische Entzündungsreaktion mit Lymphstau, wodurch es mit der Zeit zu einer extremen Vergrößerung und Verhärtung der Haut kommt.
Auch Tumorerkrankungen können eine Elefantiasis nach sich ziehen, entweder direkt durch Verschluss von Lymphgefäßen durch tumoröse Lymphmetastasen oder indirekt als Nebenwirkung oder notwendige Mitnahme von Metastasen im Rahmen der Therapie:
bei operativer Mitentfernung[1] der Lymphbahnen, z. B. als andauernde Armschwellung nach Brustkrebs-OP
gerade bei stattgehabter Krebserkrankung und -therapie mit Elefantiasisausbildung sind Spätfälle von sekundären bösartigen Tumoren aufgetreten, welche als Komplikation der Elefantiasis gelten können: Meist sind dies schnell wachsende Sarkome, die man unter dem Begriff des Stewart-Treves-Syndroms[1] zusammenfasst. Einzige kurative Behandlungsmöglichkeit ist die möglichst radikale Amputation der betroffenen Gliedmaße; meist gibt es bei Diagnosestellung allerdings Metastasen, die nur noch eine palliative (lindernde) Chemotherapie mit Zytostatika zulassen.
Angeborene Formen
Als Elephantiasis congenita hereditaria[1] (lateinischcongenitus, angeboren“ und hereditarius, vererbt“) wird eine sich bei Säuglingen entwickelnde Schwellung derjenigen Körperteile bezeichnet, die erblicherseits oder durch eine Entwicklungsstörung unzureichende oder gar keine Lymphabflussbahnen haben.
Die Krankheit ist nicht übertragbar, eine echte Heilung gibt es nicht, da die Lymphschwellung irreversibel ist.
Andere Lehrbuchmeinung: Es gibt Therapien gegen diese Erkrankung, die diese enorme Schwellung rückgängig machen können, indem sie die Lymphe abfließen lassen. Allerdings ist die Haut überdehnt und wird kaum ihre ursprüngliche Elastizität zurückgewinnen. In Frage kommt dann höchstens eine wiederherstellungschirurgischeRaffung der Haut und Unterhaut, welche die ursprünglichen Hauteigenschaften aber auch nicht voll rekonstruieren kann.
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