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Fluorose - Medizin-News-Lexikon

Fluorose

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Fluorose entsteht durch zu hohe Fluoridzufuhr:

Inhaltsverzeichnis

Zahnfluorose

Zahnfluorose entsteht durch zu hohe Fluoridzufuhr während der Zahnentwicklung.

Während Fluorid in einer Dosierung von ca. 1 mg/Tag als ein wirksames Mittel zur Kariesprophylaxe (Fluoridierung) angesehen wird, erzeugt es in höheren Dosen die Zahnfluorose, bei der sich weiße bis braune Verfärbungen in Form von Flecken oder Streifen auf der Zahnschmelzoberfläche bilden. Gelegentlich ist die gesamte Zahnoberfläche kreideweiß (matt) verfärbt, und von braunen Verfärbungen durchsetzt ("Colorado Brown Stain" oder "Texas Teeth"). In stärkerer Ausprägung ist dies nicht nur kosmetisch störend, sondern auch schädlich für die Zähne, da die Zahnschmelzoberfläche dadurch weniger widerstandsfähig wird.

Knochenfluorose (Skelettfluorose)

Werden mehr als 20 mg pro Tag aufgenommen, reagieren auch die Knochen mit Ausbildungen einer verhärteten und verdichteten Kortikalis (äußere Knochenschicht); unter Umständen versteifen die Gelenke. Auch die Wirbelsäule kann total ankylosieren (versteifen). Beobachtet wurde dieses Krankheitsbild zuerst an Arbeitern in der Kryolithverarbeitung, dann auch bei Rindern, die sich von Grünfutter mit Staubablagerungen aus Schornsteinen fluoridverarbeitendender Fabriken ernährten. Seit den späten dreißiger Jahren wurde Skelettfluorose auch in Indien beschrieben, in Orten deren Trinkwasser 1 mg Fluorid je Liter (und mehr) enthält. Das Phänomen tritt hier wegen des höheren Wasserkonsums (klimabedingt) schon bei relativ niedrigen Fluoridkonzentrationen des Wassers auf.

Akute Fluorose

Symptome einer akuten Fluoridvergiftung sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Bauchschmerzen und Parästhesie.

Die letale Dosis für eine akute Fluoridvergiftung liegt bei 5 mg Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht (Probably Toxic Dose; PTD); so muss eine Person, die 70 kg wiegt, 350 mg Fluorid einnehmen (dies entspricht in etwa 3-4 Zahnpasten-Tuben, je nach Fluoridgehalt).

Akute Fluoridvergiftungen (gelegentlich mit tödlichem Ausgang) sind auch bei Kindern vorgekommen, vor allem durch unbeaufsichtigte Einnahme von Fluoridtabletten oder durch Verschlucken (statt Spülen und Ausspucken) von in der Zahnarztpraxis applizierten hochkonzentrierten Fluoridgelen.

Maßnahmen, die man bei einer akuten Fluorose durchführen sollte, sind: Erbrechen und viel Milch trinken. Ärztliche Maßnahmen sind: Magenspülung (nur in den ersten 2 Stunden), intravenöse Gabe von Calciumchlorid und eine alkalische Diurese.

Weblinks

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Fluorose“

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