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Das Gradenigo-Syndrom (syn. Lannois-Gradenigo-Syndrom, Pyramidenspitzensyndrom, Petrositis, englisch Gradenigo's triad) ist eine chronisch-entzündliche Infektion (Osteomyelitis) von bestimmten Strukturen der knöchernen Schädelbasis, nämlich der sogenannten Pyramide des Felsenbeines. Die Verdickung der Knochen und des Pannusgewebes komprimiert die Hirnnerven und verursacht dabei folgende Symptome (Gradenigo-Trias):
Meist besteht auch eine Mittelohrentzündung (Otitis media).
Giuseppe Conte Gradenigo (1859 - 1926), damals führender italienischer Ohrenarzt (Turin, Neapel), beschrieb die Erkrankung erstmals im Jahr 1904; als erstes Fallbeispiel diente ihm die Erkrankung einer seiner Töchter.
Siehe auch: Tolosa-Hunt-Syndrom