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Höhenkrankheit - Medizin-News-Lexikon

Höhenkrankheit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Als Höhenkrankheit (auch D'Acosta-Krankheit, nach José de Acosta) bezeichnet man einen Komplex von Symptomen, der bei Menschen auftritt, die sich in große Höhen begeben, z. B. beim Besteigen hoher Berge ab etwa 2000 m. In Lateinamerika, wo zahlreiche große Städte wie La Paz, Cuzco oder Quito auf bis zu über 3000 m in den Anden liegen, ist die Höhenkrankheit, Soroche genannt, ein ständiges Problem für viele Einheimische und Reisende, nicht nur eines für Bergsteiger.

Symptome der Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Appetitverlust, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Atemnot, Schwindel, Ohrensausen, Schlafschwierigkeiten, Ödeme, sowie verminderte Wasser- und Salzausscheidung.

Die Ursache liegt im Abnehmen des Luftdrucks mit zunehmender Höhe, mit dem auch der Sauerstoff-Partialdruck (also die Menge Sauerstoff pro Kubikmeter Atemluft) abnimmt. Dadurch nimmt zunächst die Sauerstoffaufnahme in der Lunge ab - und es tritt eine Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) ein, da die körpereigene Atemregelung sich vor allem nach dem Kohlendioxidgehalt des Blutes richtet, dessen Gehalt im Blut bei abnehmendem Luftdruck nicht steigt. Der Körper kann sich durch eine Erhöhung der Anzahl roter Blutkörperchen innerhalb weniger Tage in gewissem Ausmaß an diese Situation anpassen. Diese Anpassung wird als Akklimatisation bezeichnet.

Die Hauptgefahr des geringen Druckes besteht jedoch in einer Flüssigkeitsansammlung (Ödem) in der Lunge und anderen Körpergeweben (z. B. dem Gehirn), die durch eine Erhöhung des Blutdrucks entstehen.

Bemerkt man beim Bergaufstieg akute Symptome der Höhenkrankheit, sollte man den Abstieg beginnen, in schweren Fällen sich evakuieren lassen, da sich die Symptome auch beim Verweilen auf gleicher Höhe meist noch verstärken und im Extremfall zum Tod führen können.

Akute und lebensbedrohliche Formen, die sich aus der Höhenkrankheit ergeben können, sind:

Neuere Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass bestimmte Potenzmittel (PDE-5-Hemmer), die auch den Blutdruck senken, auch gegen die Höhenkrankheit helfen.[1] In den Anden wird als Mittel gegen Höhenkrankheit (auch vorbeugend) ein Tee aus Blättern des Cocastrauchs getrunken, oder diese werden mit Kalk gekaut. Kontrovers wird der prophylaktische Einsatz von Diamox diskutiert. Eine Applikation von Theophyllin zur Verbesserung der Sauerstoffaufnahme gilt als obsolet.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Forschergruppe der Universität Gießen

Weblinks

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Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henkrankheit“

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