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Das Lipödem (umgangssprachlich auch Reiterhosensyndrom, Säulenbein oder Reithosenfettsucht, veraltet Adipositas Dolorosa) ist eine atypische und symmetrische Häufung von Fettgewebe seitlich an den Hüften und Oberschenkeln und Oberarmen (im späteren Verlauf selten am Unterschenkel und Unterarmen) verbunden mit einer Hämatomneigung ("blaue Flecke") und orthostatischen Ödemen (Störung der Kappillarfunktion). Das Lipödem tritt fast ausschließlich bei Frauen auf und es wird vermutet, dass es erblich ist. Das Lipödem tritt meist in der Pubertät oder nach einer Schwangerschaft auf. Die betroffenen Fettzellen sind krankhaft verändert und lassen sich nicht wie nur ernährungsbedingtes überschüssiges Körperfett (Adipositas) durch Diät und Sport abbauen.
Siehe auch: Adipositas, Fettabsaugung
Das Lipödem entsteht meist durch Übergewicht. Das krankhaft veränderte Fettgewebe neigt zur Wassereinlagerung. Es liegt primär keine Schädigung des Lymphsystems vor. Im weiteren Verlauf kann dieses jedoch durch die erhöhte Verletzlichkeit und Entzündungsbereitschaft des Fettgewebes geschädigt werden und so die Ödembereitschaft erhöht werden.
Symptome:
- symmetrische, schwammige Schwellung - Druckschmerzhaftikeit - Neigung zur Hämatombildung - meist in Kombination mit Orangenhaut - Hautkonsistenz: weich, wellig, knotig
Therapie:
- manuelle Lymphdrainage - Dauerkompression - Atemphysiotherapie - funktionelle Rehabilitation - Tragen von Kompressionsstrumpfhosen - Gewichtsreduktion - Sport