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Listeriose ist eine eher seltene durch Bakterien verursachte Erkrankung. Sie ist eine vom Tier auf den Menschen übertragbare bakterielle Infektionskrankheit, eine Zoonose.
Infektion
Der Krankheitserreger ist Listeria monocytogenes, ein grampositives Stäbchenbakterium. Übertragen wird er durch direkten Kontakt mit infizierten Wald- oder Haustieren, über deren Produkte sowie über verunreinigtes Gemüse. Der Erreger kann auch über Haut und Augenbindehaut und diaplazentar von der Mutter auf den Föten übertragen werden. Das Infektionsrisiko lässt sich minimieren, wenn eiweißhaltige Lebensmittel sehr gut gekühlt aufbewahrt werden. Listerien wachsen auch im Kühlschrank, sie sind kälteanreicherbar. Nach jeder Berührung mit einem Tier sollte man sich vorsichtshalber die Hände waschen, auch wenn das Tier einen gesunden Eindruck macht.
Listerien sind für schwangere Frauen ein Problem, da die Infektion des ungeborenen Kindes eine granulomatosis infantoseptica mit sehr schlechter Prognose quod vitam für das Baby einhergeht. Antibiotika sind zur Therapie indiziert.
Symptome
Die Infektion verläuft bei immunkompetenten Personen meistens symptomlos (inapparent). Bei disponierten Personen kommt es zu Lymphknotenschwellungen, Angina lacunaris und im Blutbild zeigen sich lymphomonozytäre Zellen. Diese Symptomatik wird als so genannte Paul-Bunell-negative infektiöse Mononukleose bezeichnet. Ist die Augenbindehaut betroffen, kann sich eine Keratitis oder Uveitis einstellen. Vor allem bei älteren Menschen kann es ebenfalls zu einer Meningoenzephalitis kommen. Nach 2-8 Wochen zeigen sich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen und Brechdurchfall (eventuell Blutvergiftung). Wird das zentrale Nervensystem befallen, kann es zu einer Hirnhautentzündung kommen.
Die Krankheit wurde nach dem britischen Naturwissenschaftler Joseph Lister benannt.
Zur Behandlung werden Antibiotika in hohen Dosen eingesetzt.