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Masern - Medizin-News-Lexikon

Masern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Klassifikation nach ICD-10
B05.0 Masern, kompliziert durch Enzephalitis
B05.1 Masern, kompliziert durch Meningitis
B05.2 Masern, kompliziert durch Pneumonie
B05.3 Masern, kompliziert durch Otitis media
B05.4 Masern mit Darmkomplikationen
B05.8 Masern mit sonstigen Komplikationen
B05.9 Masern ohne Komplikation
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Die Krankheit Masern (lat. Morbilli, engl. measles) ist eine durch das Masernvirus hervorgerufene, hochansteckende Infektionskrankheit. Neben den typischen roten Hautflecken (Masern-Exanthem) ruft die Erkrankung Fieber und einen erheblich geschwächten Allgemeinzustand hervor. Es können außerdem in seltenen Fällen lebensbedrohliche Begleiterscheinungen (Komplikationen) wie Lungen- und Hirnentzündungen auftreten. Die Diagnose erfolgt durch das klinische Bild und einen Antikörpernachweis im Blut. Der Erkrankung und somit auch den Komplikationen kann durch Impfung ab dem zwölften Lebensmonat vorgebeugt werden. Durch Impfungen konnte die Zahl der Infektionen in der Vergangenheit stark reduziert werden. Eine spezifische Therapie der Masern existiert nicht. In den meisten Ländern ist die Erkrankung meldepflichtig.

Inhaltsverzeichnis

Erreger

Masernvirus in der Transmissions-Elektronen- Mikroskopie (TEM)
Masernvirus in der Transmissions-Elektronen- Mikroskopie (TEM)

Das Masernvirus ist ein ausschließlich im Menschen vorkommendes (humanpathogenes), etwa 120–140 Nanometer großes einzelsträngiges RNA-Virus aus der Familie der Paramyxoviren (Genus Morbillivirus). Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt oder durch Tröpfcheninfektion. Die WHO definiert über 20 Genotypen (Variationen der genetischen Informationen) in acht Gruppen (A–H) [1], die relativ stabil sind, was eine Nachvollziehbarkeit der weltweiten Infektionswege ermöglichte.[2] In Mitteleuropa kommen vor allem die Genotypen C2 und D6 vor. Weiterhin existiert nur ein stabiler Serotyp (Kombination von Oberflächenmerkmalen des Erregers), weshalb auch ein gut wirksamer Impfstoff hergestellt werden konnte.

Die Hülle des Masernvirus ist lipidhaltig (fetthaltig), was die hohe Ansteckungsfähigkeit (Kontagiosität) von fast 100 % bewirkt und sie enthält das Glykoprotein Hämagglutinin (H-Protein) sowie ein Fusionsprotein (F-Protein). Diese Oberflächenproteine sind für die Fusion mit der Wirtszelle und die Absorption (Aufnahme) durch diese verantwortlich.

Das Virus ist sehr empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen wie erhöhten Temperaturen, Licht, UV-Strahlen, Fettlösungs- und Desinfektionsmitteln. In der Luft beträgt seine Überlebenszeit lediglich zwei Stunden.

Verbreitung

Weltweite Situation

Inzidenz der Masern weltweit [3]
WHO-Region 1980 1990 2000 2004
Afrika 1.240.993 481.204 520.102 220.732
Amerika 257.790 218.579 1.755 108
Östliches Mittelmeer 341.624 59.058 38.592 59.804
Europa 851.849 234.827 37.421 29.503
Südostasien 199.535 224.925 61.975 102.779
Westlicher Pazifik 1.319.640 155.490 176.493 91.763
Weltweit 4.211.431 1.374.083 836.338 504.689

Der Erreger kam im 20. Jahrhundert weltweit vor und ist in vielen Entwicklungsländern noch weit verbreitet. Immer wieder kommt es dort zu lokalen Masernepidemien.[4][5] Andererseits wurde das Virus zwischenzeitig durch groß angelegte Impfkampagnen in verschiedenen Ländern, so dem gesamten amerikanischen Doppelkontinent, bereits ausgerottet. 1984 legte die WHO einen Zeitplan für die Elimination der Masern bis zum Jahr 2000 fest. Weltweit konnten durch Impfung 80 Millionen Erkrankungen und etwa 4,5 Millionen Todesfälle verhindert werden.[6] 2003 (2004) erkrankten weltweit nach Angaben der WHO noch etwa 530.000 (454.000) Menschen an Masern, davon die Mehrzahl Kinder.[7] Laut WHO haben die Masern im Jahr 2000 mit 44 % fast die Hälfte der 1,7  Millionen durch Impfung vermeidbaren Todesfälle bei Kindern unter 15 Jahren verursacht.[6]

2001 legten die WHO und UNICEF einen Plan vor mit dem Ziel, die Sterblichkeitsrate bei Kindern durch groß angelegte Impfprogramme bis zum Jahr 2005 weltweit zu halbieren. Während genaue Daten noch ausstehen, zeigen verschiedene Berichte, dass dieses Ziel zu einem großen Teil erreicht wurde. 2005 adaptierte die World Health Assembly der WHO diese Pläne und formulierte für das Jahr 2010 das Ziel einer 90  %igen Reduktion der weltweiten Sterblichkeit.[8]

Europa

Die Häufigkeit der Erkrankung ist in Europa, bedingt durch variierende Impfraten, sehr unterschiedlich. Während letztere in einigen Regionen, wie den skandinavischen Ländern, hoch ist, ist das in Mittel- und Osteuropa oft noch nicht der Fall. Die Gesamtzahl der Erkrankungen ging von 1990 bis 2004 trotz verbesserter Überwachungsmaßnahmen deutlich zurück.[8]

2005 wurden in Deutschland 778 Masernfälle gemeldet. In jenem Jahr kam es in Deutschland zu zwei größeren Masernausbrüchen: Im Februar in Hessen mit einem Todesfall und im Mai in Oberbayern mit 110 Erkrankungen. Im ersten Halbjahr 2006 wurden Masernhäufungen in Baden-Württemberg (74 Fälle, Schwerpunkte in Stuttgart und im Kreis Esslingen) sowie in Nordrhein-Westfalen (1 587 Fälle, Schwerpunkte in Duisburg, Mönchengladbach und im Kreis Wesel) gemeldet. Dies war die größte Masernepidemie seit Einführung der Masern-Meldepflicht im Jahr 2001.[9] Daneben geht man davon aus, dass eine hohe Dunkelziffer existiert und die Zahl der Krankheitsfälle wesentlich höher liegt als die der Meldungen.

In Österreich wurde vor der Einführung der Masern-Meldepflicht 2001 vom Institut für Virologie des AKH in Wien ein freiwilliges Meldesystem betrieben, das etwa 8 % der österreichischen Bevölkerung abdeckte. Somit konnten für den Zeitraum von 1993 bis 1997 etwa 28.000 bis 30.000 Masernfälle für ganz Österreich hochgerechnet werden, wobei besonders 1996 und 1997 ein gehäuftes (epidemisches) Auftreten von Masernerkrankungen zu verzeichnen war. Die Zahl der jährlichen Fälle wird auf etwa 1000 geschätzt.[10] Insgesamt dürfte die Durchimpfungsrate in Österreich nur unwesentlich besser sein als in Deutschland.

In der Schweiz liegt die geschätzte Anzahl der Fälle nach einer Epidemie 1997 mit 6 400 Erkrankungen bei 500 bis 800 pro Jahr. Diese Schätzung basiert auf Daten des Schweizer Sentinella-Meldesystems.[11]

In den Niederlanden gibt es eine Gruppe von etwa 300.000 Personen, die aus religiösen Gründen eine Impfung ablehnen, weshalb dort etwa alle 6 Jahre ein epidemisches Auftreten der Masern beobachtet wird. 1999 kam es zu einem Ausbruch mit 2961 Erkrankungen mit drei Todesfällen.[12]

Amerika

Die Zahl der Masernerkrankungen in den USA verringerte sich nach Einführung der Impfung 1962 drastisch
Die Zahl der Masernerkrankungen in den USA verringerte sich nach Einführung der Impfung 1962 drastisch

Bis 1994 führten nahezu alle Staaten der UN-Region Amerika Impfprogramme für Kinder ein. Dadurch verringerte sich die durchschnittliche Zahl der Neuerkrankungen von 250.000 auf etwa 100 Fälle pro Jahr. Regional treten noch vereinzelte Krankheitsausbrüche auf, die auf importierte Masern zurückgeführt werden.[8]

Die Anzahl der Masernerkrankungen in den USA sank von 800.000 im Jahre 1958 auf einige wenige Fälle in den letzten Jahren, wobei alle Erreger von ungeimpften Personen aus Europa und Asien eingeschleppt worden waren, was durch die Bestimmung des Virus-Genotyps nachgewiesen werden konnte. Einen starken Anstieg der Fälle gab es jedoch von 1989 bis 1991.[13] In diesen drei Jahren wurden 55 622 Erkrankungsfälle berichtet, von denen 123 tödlich endeten. Hauptsächlich waren Kleinkinder aus hispanoamerikanischen und afroamerikanischen Familien betroffen, bei denen die Rate ungeimpfter Kinder vier- bis siebenmal höher war als bei der nicht-hispanischen weißen Bevölkerung. Mittlerweile treten genuine, also nicht eingeschleppte, Masernerkrankungen in den Staaten Nord- und Südamerikas mit Einschluss der Karibik kaum noch auf.

Krankheitsbild

Symptome und Krankheitsverlauf

Koplik-Flecken an der Wangeninnenseite
Koplik-Flecken an der Wangeninnenseite

Typisch für die Masern ist ein zweiphasiger Krankheitsverlauf: Auf die Inkubationszeit von 10 bis 14 Tagen folgt das 3 bis 4 Tage dauernde, uncharakteristische Prodromalstadium, auch Initialstadium genannt. Dieses äußert sich durch eine Entzündung der Schleimhäute des oberen (Katarrh mit Rhinitis), teilweise auch des mittleren Atemtraktes als trockene Bronchitis sowie der Augenbindehäute (Konjunktivitis). Das Beschwerdebild in diesem Krankheitsstadium wird daher auch mit den Worten verrotzt, verheult, verschwollen“ beschrieben. Dazu kann es zu Fieber bis 41 Â°C, Übelkeit, Halsschmerzen und Kopfschmerzen kommen. Typisch sind auch die weißen, kalkspritzerartigen Koplikflecken an der Wangenschleimhaut gegenüber den vorderen Backenzähnen (Prämolaren).

Am 12. bis 13. Tag geht die Krankheit in das typische Exanthemstadium über, in dem ein typisches Schleimhaut-Enanthem (Schleimhautrötung) am weichen Gaumen auftreten kann. Auch der Fieberverlauf ist häufig zweigipflig, wobei der erste Gipfel während des Prodromal-, der zweite während des Exanthemstadiums auftritt. Dazwischen kommt es oft zu einer kurzen Entfieberung.

typische Hauterscheinungen bei Masern
typische Hauterscheinungen bei Masern

Am 14. bis 15. Tag breitet sich ein makulopapulöses, zum Teil konfluierendes, großfleckiges Exanthem (Ausschlag) â€“ typischerweise hinter den Ohren (retroaurikulär) beginnend â€“ innerhalb von 24 Stunden über den ganzen Körper aus. Nach weiteren vier bis fünf Tagen bilden sich die Symptome in der Regel zurück. Als Überbleibsel des Exanthems kann eine kleieförmige Schuppung für kurze Zeit bestehen bleiben. Begleitend treten häufig Lymphknotenschwellungen (Lymphadenopathie) auf.

Atypische Verläufe kommen in verschiedenen Situationen vor: Säuglinge mit Leihimmunität durch mütterliche Antikörper oder Patienten, die Antikörperpräparate erhalten haben, erkranken an mitigierten (abgeschwächten) Masern. Bei Personen mit Immunschwäche kann der Verlauf ganz anders sein als bei Gesunden, so kann beispielsweise hier der typische Hautausschlag fehlen (weiße Masern“).

Während und nach der Erkrankung an Masern kommt es regelhaft zu einer insgesamt 4 bis 6 Wochen dauernden Immunschwäche. Diese kann anderen Infektionserregern den Weg bereiten und stellt daher eine zusätzliche Gefahr für den Erkrankten dar.

In unkomplizierten Fällen folgt eine rasche Erholung und eine lebenslang anhaltende Immunität.

Komplikationen

Während der Großteil der Erkrankungen unkompliziert verläuft, treten bei etwa 20–30 % der Fälle zusätzliche Begleiterscheinungen und Komplikationen auf, wobei Durchfall (in 8 % der Krankheitsfälle), Mittelohrentzündungen (7 %) und Lungenentzündungen (6 %) die häufigsten sind.[7] Das Robert-Koch-Institut gibt an, dass die Todesrate bei Masern der Literatur zufolge bei 1:10.000 bis 1:20.000 liege.[14] Bei einem Ausbruch in den Niederlanden 1999/2000 starben jedoch drei von knapp 3000 Betroffenen. Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) geben für die USA eine Sterblichkeit von ca. 1:500 bis 1:1000 an.[15][16] In Entwicklungsländern liegt die Todesrate wesentlich höher, teilweise bis zu 25 %.[8] Zum Tode führende Komplikationen sind meist die Entzündungen von Gehirn oder Lunge.

Masernpneumonie

Unter einer primären Masernpneumonie wird eine Lungenentzündung mit dem Verlaufsbild einer interstitiellen (atypischen) Pneumonie mit Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Bronchien) verstanden, die sich hauptsächlich als Atemstörung äußert. Mittels körperlicher Untersuchung ist sie schwer zu diagnostizieren, so dass eine Röntgenaufnahme erforderlich ist.

Als bakterielle Superinfektion, insbesondere nach oder bei einer interstitiellen Viruspneumonie, tritt eine Bronchopneumonie auf, diese ist aber durch die masernbedingte Abwehrschwäche (Immunsuppression) auch isoliert möglich (s. o.).

Eine seltene Form der Pneumonie ist die Riesenzellpneumonie mit vielkernigen, von den Alveolarepithelien abstammenden Riesenzellen (Hecht-Riesenzellen), die pathognomonisch für Masern und Keuchhusten ist, selten jedoch auch bei Diphtherie oder Grippe vorkommt.

Meningoenzephalitis

Die Entzündung des Gehirns und seiner Häute wird Meningoenzephalitis genannt. Sie ist selten (bei 0,1 % der Erkrankungen), verläuft jedoch in 15–20 % der Fälle tödlich, in weiteren 20–40 % bleiben dauerhafte Schädigungen des Gehirns zurück.

Die Meningoenzephalitis kann sich drei bis elf Tage nach Exanthembeginn entwickeln, bei Patienten über sechs Jahren häufiger als bei Kleinkindern. Sie manifestiert sich mit Fieber, Kopfschmerz, meningealer Reizung (Nackensteifigkeit, Erbrechen) sowie Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. Schwere Verlaufsformen äußern sich in epileptischen Anfällen und anderen neurologischen Funktionsstörungen. Bei der Lumbalpunktion zeigt das gewonnene Hirnwasser eine Zellvermehrung (Pleozytose) und eine erhöhte Proteinkonzentration.

Nach Einführung der Masernimpfung sank das Vorkommen der durch Masern ausgelösten Meningoenzephalitis kontinuierlich und liegt derzeit in Deutschland bei weniger als zehn Fällen im Jahr.

Subakute sklerosierende Panenzephalitis

Die Subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE) ist eine Spätkomplikation nach Maserninfektion, die eine generalisierte Entzündung des Gehirns mit Nerven-Demyelinisierung (Entmarkung) und schwersten Schäden nach sich zieht und tödlich endet. Die Entstehung der SSPE ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich spielen Virusmutanten eine Rolle, die ein verändertes M-Protein enthalten, gegen das die Patienten nicht ausreichend Antikörper bilden.[17][18]

Die Erkrankung tritt Monate bis zehn Jahre nach einer Maserninfektion auf, im Durchschnitt nach sieben Jahren. Der Verlauf ist langsam progredient über ein bis drei Jahre â€“ die SSPE zählt zu den sog. Slow Virus Infections â€“ in 10 % der Fälle tritt ein akuter, schnellerer Verlauf (3 bis 6 Monate), in weiteren 10 % ein langsamerer Verlauf (länger als drei Jahre) auf.

Es lassen sich drei Stadien der SSPE abgrenzen. Das erste Stadium ist durch psychische Störungen und Demenz gekennzeichnet, das zweite durch Myoklonien und epileptische Anfälle. Im dritten Stadium kommt es zum Dezerebrationssyndrom. Im EEG finden sich typische Veränderungen, die nahezu wegweisend für die SSPE sind (Radermecker-Komplex).

Die Häufigkeit der SSPE wurde früher mit 5 bis 10 pro 1 Million Masernfällen angegeben. Die neuere Literatur geht jedoch von einer Häufigkeit von etwa 1:10.000 Infizierten aus.[14][19] Die absolute Häufigkeit der SSPE ist durch die Masernimpfung seit den 1980er Jahren deutlich reduziert worden.

Die SSPE tritt in den meisten Fällen bei Kindern auf, die jünger als ein Jahr sind. Da diese besonders gefährdeten Kinder noch nicht geimpft werden können, sind sie nur geschützt, wenn sie sich aufgrund einer durchgeimpften Umgebung nicht anstecken können.

Weitere Komplikationen

Durch eine Kehlkopfentzündung mit Schwellung der Schleimhaut kommt es zu Heiserkeit und Atemnot bereits im Vorstadium (vgl. Pseudokrupp), dies wird als Masernkrupp bezeichnet.

Auch eine Entzündung der Hornhaut (Keratitis) mit multiplen, punktförmigen, epithelialen Läsionen kann als Komplikation der Maserninfektion auftreten. In Entwicklungsländern sind die Masern eine der häufigsten Ursache der Erblindungen von Kindern, besonders im Zusammenhang mit Vitamin-A-Mangel.

Bei Kindern mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten kann es in seltenen Fällen zu einer besonderen Form der Gehirnentzündung durch Masernviren kommen (MIBE, measles inclusion-body encephalitis, Einschlusskörpercherenzephalitis). Diese Komplikation manifestiert sich meist innerhalb eines Jahres nach Maserninfektion mit schwer behandelbaren fokalen Krampfanfällen und endet in der Regel innerhalb von wenigen Monaten tödlich[20]. Die Diagnose kann durch eine Gewebeprobeentnahme aus dem Gehirn (Biopsie) gestellt werden. Es sind auch Fälle beschrieben worden, die durch das Impfvirus verursacht wurden[21]. Menschen mit einem schweren angeborenen oder erworbenen Immundefekt dürfen daher nicht gegen Masern geimpft werden.

Weitere Komplikationen sind die Blinddarmentzündung, generalisierte Lymphadenitis (Lymphknotenschwellung) sowie eine Thrombozytopenische Purpura (Blutplättchenabfall).

Diagnose

Die klinische Diagnose anhand des typischen“ Masernexanthems ist aufgrund des zunehmend selteneren Vorkommens in Ländern wie Finnland, die dem Ziel einer Ausrottung schon recht nahe gekommen sind, mit einer großen Fehlerhäufigkeit behaftet,[14] so dass heute zusätzliche Untersuchungen gefordert werden, um auf eine drohende Epidemie reagieren zu können.[22][23] Im Epidemiefall kann die Diagnose dennoch häufig anhand des Erscheinungsbild der Patienten (klinisch) gestellt werden, insbesondere von erfahrenen Untersuchern.

Am sichersten ist die Diagnose über den serologischen Nachweis von IgM-Antikörpern zu führen. Dies wird heute methodisch meist mit Hilfe eines Enzymimmunoassay (ELISA) erreicht, in manchen Labors wird auch noch die Komplementbindungsreaktion (KBR) oder der Hämagglutinationshemmtest (HHT) durchgeführt. Bei der Bestimmung der IgM-Antikörper können falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse auftreten. Ein mindestens vierfacher Anstieg des Titers ist jedoch ein valider Hinweis auf eine Infektion. Eine erhöhte Sicherheit bietet die kombinierte Bestimmung von IgM- und IgG-Antikörpern. Der Nachweis von IgM ist im allgemeinen mit dem Ausbruch des Exanthems positiv, kann in den ersten Tagen jedoch auch negativ ausfallen. Vom dritten Tag bis etwa 4-6 Wochen nach Auftreten des Exanthems sind die IgM-Antikörper meist nachweisbar, so dass auch der rückwirkende Nachweis einer Erkrankung möglich ist. IgG-Antikörper sind meist nicht vor dem 7. Tag nach dem Exanthem festzustellen.[14][17][24]

Der direkte Erregernachweis (RT-PCR) aus Virus-RNA oder Virusanzucht in Zellkulturen ist aufwändiger als der indirekte (Antikörpernachweis). Die PCR kommt als Erregernachweis bei einer unklaren Enzephalitis in Frage.

Bei Blutuntersuchungen (Labordiagnostik) fallen eine Verminderung der weißen Blutkörperchen (Leukopenie), insbesondere der Lymphozyten (Lymphopenie) und der eosinophilen Granulozyten (Eosinopenie), sowie eine vorübergehende Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie) auf.

Differenzialdiagnose

Diffenzialdiagnostisch kommen bei der klinischen Diagnose am ehesten Scharlach und Röteln in Betracht. Bei Scharlach beginnt der eher feinfleckige Ausschlag in der Leisten- oder Achselregion und steigt von dort zum Kopf auf, wo er das Mund-Kinn-Dreieck auslässt. Typisch ist auch die sogenannte Himbeerzunge und eine Pharyngitis (Rachenentzündung). Die Röteln zeigen meist ein nur mildes Krankheitsbild mit mäßigem Fieber und einem schwachen, nichtkonfluierenden Exanthem an Hals und Brust. Hier ist eine starke Schwellung der im Nacken gelegenen Lymphknoten typisch. Durch den Nachweis von Antikörpern lassen sich diese Krankheiten ausschließen.

Meldepflicht

In Deutschland sind durch das 2001 in Kraft getretene Infektionsschutzgesetz Krankheitsverdacht, Erkrankung und Tod ebenso wie der direkte oder indirekte Nachweis des Masernvirus meldepflichtig geworden. Leiter von Gemeinschaftseinrichtungen sind bei Kenntnis von Erkrankungsfällen zur Meldung an das Gesundheitsamt verpflichtet.[25] Bei Krankheitsverdacht oder Erkrankung besteht Tätigkeits- und Aufenthaltsverbot in Gemeinschaftseinrichtungen. In Österreich besteht Meldepflicht seit Dezember 2001 (BGBl. II Nr. 456/2001 Verordnung: Anzeigepflichtige übertragbare Krankheiten). In der Schweiz besteht seit März 1999 Meldepflicht (Melde-Verordnung, SR 818.141.1).

Therapie

Eine spezifische antivirale Therapie, die gegen das Masernvirus gerichtet ist, existiert nicht. In der akuten Krankheitsphase soll Bettruhe eingehalten werden. Als symptomatische Therapie können fiebersenkende Medikamente (Antipyretika) und Hustenmittel (Antitussiva) eingesetzt werden. Bakterielle Superinfektionen wie eine Mittelohr- (Otitis media) oder Lungenentzündung (Pneumonie) werden mit Antibiotika behandelt.

Die Deutsche Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie gibt an, in Einzelfällen (schwere Verläufe bei Immunsupprimierten) sei eine antivirale Therapie mit Ribavirin in Kombination mit Immunglobulinen erwägenswert. In Entwicklungsländern ist die Gabe von Vitamin A empfohlen.

Gemeinschaftseinrichtungen dürfen während der Erkrankung nicht besucht werden (s. u.). Durch die passive oder aktive Impfung nach Exposition kann die Krankheit unter Umständen gemildert oder verhindert werden (Postexpositionsprophylaxe, s. u.).

Vorbeugung

Quarantäne

Nach dem deutschen Infektionsschutzgesetz (IfSG) aus dem Jahre 2001 dürfen infizierte Kinder solange keine Gemeinschaftseinrichtungen besuchen, bis sie nach Abklingen der Erkrankung keine Viren mehr ausscheiden und deshalb auch keine weiteren Personen mehr infizieren können (Siehe dazu auch: Masernparty). Unter Gemeinschaftseinrichtungen werden dabei Institutionen verstanden, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, wie Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, außerdem Heime und Ferienlager. Dieselbe Regelung gilt auch für die Beschäftigten dieser Einrichtungen.[26]

Impfung

Die Situation der weltweiten Masern-Impfraten
Die Situation der weltweiten Masern-Impfraten

Die Impfung gegen Masern wird als Masern-Mumps-Röteln-Impfung mit einem Kombinationsimpfstoff (MMR-Impfstoff) durchgeführt. Damit ist nach einmaliger Impfung bei 95 % der Kinder ein ausreichender Impfschutz vorhanden. Da bei einer Durchimpfungsrate von weniger als 95 % mit sporadischen Masernepidemien in mehrjährigen Abständen zu rechnen ist, müssen mit einer zweiten Impfung, frühestens vier Wochen nach der ersten, Impflücken geschlossen werden, um Impfversagern den entsprechenden Impfschutz zu gewähren. Nach einer zweifachen MMR-Impfung entwickeln über 99 % eine lebenslange Immunität. Die MMR-Impfung kann mit weiteren Impfungen kombiniert werden.

Nach dem Impfkalender der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut ist die erste MMR-Impfung bei allen Kindern zwischen dem vollendeten 11. und 14. Lebensmonat, die zweite im Alter von 15–23 Monaten vorgesehen. Seit dem Sommer 2006 ist außerdem ein Kombinationsimpfstoff zugelassen, der zusätzlich auch eine Windpockenkomponente enthält und damit den Impfplan weiter vereinfacht. Auch dieser Impfstoff wird zu denselben Zeiten zweimalig verabreicht.[27] Die Maserndurchimpfung zum Schuleingang lag in Deutschland 2004 bei 93,5 % für die erste Dosis und 65,7 % für die 2. Impfdosis.[14]
In Österreich werden zwei Teilimpfungen im zweiten Lebensjahr mit einem Mindestabstand von einem Monat empfohlen. Wiederholungen der Impfung werden bei Schuleintritt im siebten Lebensjahr und im 13. Lebensjahr vom öffentlichen Gesundheitsdienst kostenlos angeboten.[10] Die Rate der Masernimpfung in Österreich wurde für 2004 von der WHO auf 74 % für die Erst- und 47 % für die Zweitimpfung geschätzt.[28]
Die Empfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit und der Schweizerischen Kommission für Impffragen sehen zwei MMR-Impfungen im Alter von 12 und 15–24 Monaten vor.[29] Die WHO schätzt die Impfrate in der Schweiz für 2004 (Erstimpfung) auf 82 %, ohne Wert für die zweite Impfung.[28]

Steht bei einem Kind die Aufnahme in eine Kindereinrichtung an, kann die MMR-Impfung auch vor dem zwölften Lebensmonat, jedoch nicht vor dem neunten Lebensmonat erfolgen, da im ersten Lebensjahr im Blut des Säuglings noch vorhandene mütterliche Antikörper die Impfviren neutralisieren können. Diese maternalen Antikörper verlieren jedoch zunehmend an Relevanz, da nur Mütter, die als Kind selber an Masern erkrankten, in der Lage sind, ihr Kind über durch den Mutterkuchen passierende Antikörper vor Masern zu schützen. Der Anteil der Mütter, die als Kind an Masern erkrankt sind, ist jedoch vor allem durch die zahlreichen Impfkampagnen stark rückläufig und wird in der Zukunft auf unter fünf Prozent sinken. Dies begründet auch die Notwendigkeit, Kinder so früh wie möglich zu impfen. Gerade bei einer Maserninfektion im frühen Säuglingsalter ist das Risiko einer späteren SSPE (siehe oben) stark erhöht. Bei der Masernimpfung handelt es sich um eine Lebendimpfung, für deren Erfolg die Vermehrung der Impfviren erforderlich ist. Sofern die Erstimpfung vor dem zwölften Lebensmonat erfolgte, sollte die MMR-Impfung bereits im zweiten Lebensjahr wiederholt werden.

Auch wenn von Eltern oder Impflingen angegeben wird, dass eine Masern-, Mumps- oder Rötelnerkrankung bereits durchgemacht wurde, wird die Durchführung der MMR-Impfung empfohlen. Anamnestische Angaben über eine Masern- oder Rötelnerkrankung sind ohne mikrobiologisch-serologische Dokumentation der Erkrankungen unzuverlässig und nicht verwertbar. Eine serologische Untersuchung auf masernspezifische IgG-Antikörper vor der zweiten Impfung und der Verzicht auf dieselbe bei ausreichendem Titer ist möglich, alle aktuellen Impfempfehlungen sehen allerdings eine routinemäßige zweite Impfung ohne verherige Diagnostik vor.

Die Eliminierung der Masern ist ein erklärtes Ziel der deutschen Gesundheitspolitik. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass die zweite MMR-Impfung so früh wie möglich, spätestens jedoch bis zum vollendeten 18. Lebensjahr nachgeholt wird; bei Mädchen wird damit auch der unverzichtbare Schutz vor einer Rötelnembryopathie gesichert.“[27]

Impfkomplikationen

Gegenüberstellung der Komplikationen von Erkrankung mit Masern und nach Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR).[14][30][31]
Symptom/Erkrankung  Komplikationsrate  
bei Masern-Erkrankung 
Komplikationsrate
nach MMR-Impfung 
Exanthem 98 % 5 %, abgeschwächt
Fieber    98 % 3 bis 15 %
Verminderung der Blutplättchen 1/3000 1/30.000 bis 1/50.000
Enzephalitis 1/1000–10.000 < 1/1.000.000 (unsicher)
Letalität 1/1000–20.000 0

Während kurzzeitige, vorübergehende Reaktionen auf eine Impfung als ‚Impfreaktion‘ bezeichnet werden, bezeichnet der Begriff ‚Impfkomplikation‘ schwerere, vorübergehende oder anhaltende Schäden bis hin zum Tod. Impfkritiker behaupten, dass es bei einer von 200.000 Impfungen zu einem Impfschaden mit bleibenden Folgen und auf ca. 500.000 Impfungen ein Todesfall käme, Beweise für diese Behauptungen stehen jedoch aus. Generell ist anzumerken, dass ein direkter Zusammenhang mit einer Masernimpfung schwer zu beweisen ist.

Fieber und lokale Impfreaktionen wie Rötung, Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle können wie bei allen Impfungen vorkommen und sind als harmlose Nebenwirkungen zu betrachten. Allergische Reaktionen sind sehr selten und meist nicht sehr ausgeprägt, bei der Durchführung der Impfung sollte jedoch Personal und Ausrüstung vorhanden sein, auch eine ausgeprägtere Anaphylaxie zu behandeln. Das Auftreten einer Gehirnentzündung (Enzephalitis) oder Thrombozytopenie (Abfall der Blutplättchenzahl) ist extrem selten.[31]

Da es sich bei der Masernimpfung um eine Impfung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff handelt, können in 3–5 % der Fälle so genannte Impfmasern auftreten. Diese stellen eine milde Form der Masern dar und können die typischen Symptome zeigen, diese treten meistens in abgeschwächter Form auf, die Impfmasern sind nicht infektiös.[14]

Weitere mögliche Nebenwirkungen wurden immer wieder kontrovers diskutiert. Nach dem heutigen Kenntnisstand löst die MMR-Impfung keine Erkrankungen wie Allergien, Asthma, Diabetes Mellitus, Morbus Crohn oder Autismus aus. Der Artikel MMR-Impfstoff enthält hierzu detailliertere Informationen.

Postexpositionsprophylaxe

Bei abwehrgeschwächten Patienten kann der Ausbruch durch eine passive Immunisierung mit humanem Immunglobulin innerhalb von drei Tagen eventuell verhindert oder abgeschwächt werden (mitigierter Verlauf). Bei immungesunden ungeimpften oder nur einmal geimpften Kontaktpersonen ohne Antikörpernachweis (seronegativ) ist innerhalb desselben Zeitraumes die aktive Immunisierung wie oben beschrieben angezeigt. Durch diese sogenannte Riegelungsimpfung soll das weitere Ausbreiten im Epidemiefall verhindert werden.[14]

Masern und Schwangerschaft

Der Kenntnisstand über mögliche Schäden einer Maserninfektion während einer Schwangerschaft ist nur unzureichend. Möglicherweise erhöht die Erkrankung die Rate der Komplikationen bei der Mutter, ein fruchtschädigender Einfluss der Masern kann im Moment weder bewiesen noch ausgeschlossen werden, wird jedoch im Falle des Bestehens für sehr klein gehalten. Ein typischea Fehlbildungsmuster wie bei den Röteln besteht nicht. Es kann zur Frühgeburt oder einem Spontanabort kommen. Eine Erkrankung während der Geburt muss nicht mit einer Infektion des Neugeborenen einhergehen. Solche kongenital (in der Geburtsphase) erworbene Masern gehen beim Kind jedoch mit erhöhten Komplikationsraten einher.[17]

Schwangere, die an Masern erkrankt sind, sollten medizinisch beobachtet werden, eine invasive pränatale Diagnostik ist nicht empfohlen. Die Behandlung erfolgt symptomorientiert. Unter Umständen kann eine Immunglobulin-Gabe indiziert sein (s. o.).

Die MMR-Impfung wird mit einem Lebendimpfstoff durchgeführt und ist deshalb in der Schwangerschaft nicht angezeigt (kontraindiziert). Drei Monate nach einer Impfung sollte ein Konzeptionsschutz erfolgen. Eine versehentliche Impfung mit MMR in einer Schwangerschaft stellt jedoch keinen Grund zum Schwangerschaftsabbruch dar.[32]

Geschichte

Erste Berichte über die Masern gehen auf das 7. Jahrhundert zurück und werden dem jüdischen Arzt Al-Yehudi zugeschrieben. Die erste ausführliche Beschreibung der Masern verdanken wir dem persischen Arzt Abu Bakr Mohammad Ibn Zakariya al-Razi (genannt Rhazes), der Anfang des 10. Jahrhunderts angab, sie wären mehr gefürchtet als die Pocken“.

Den Namen Morbilli“, was so viel wie kleine Pest“ bedeutet, erhielten die Masern während der ausgedehnten Epidemien des Mittelalters, da damals wie heute viele Kinder an den Masern starben. Nach der Entdeckung Amerikas starb ein großer Teil der Bevölkerung an den aus Europa importierten Krankheiten wie Masern, Pocken, Keuchhusten und Typhus. Der Grund dafür war, dass die einheimischen Populationen keinerlei Immunität gegen diese Erreger aufwiesen.[33][34]

Im 17. Jahrhundert war es das Verdienst Thomas Sydenhams, während einer großen Epidemie die Masern als eigenständige Krankheit vom Scharlach und anderen fieberhaften ansteckenden Krankheiten abzugrenzen.[35] 1882 veröffentlichte der französische Arzt Antoine Louis Gustave Béclère seine Aufsehen erregende Arbeit Die Ansteckung mit Masern“. Er und weitere französische Kliniker erreichten, dass die Masern im 19. Jahrhundert endgültig als eigenständige Krankheitseinheit gegenüber den anderen Erkrankungen mit Hautausschlägen wie den Röteln abgegrenzt wurden.

1911 gelang es erstmals, Affen mit Masern zu infizieren. 1954 wurde das Virus von Enders und Peebles erstmalig isoliert.[36] Dies führte 1958 zur Entwicklung des ersten Impfstoffes, der ab 1963 allgemein erhältlich war. Zuvor bekam aufgrund des hohen Ansteckungspotentials des Erregers beinahe jeder die Masern: Es handelte sich um ein Ereignis im Leben, das unweigerlich auftrat und auf das man wartete. Mehr als die Hälfte der Kinder bekam die Masern vor dem 6. und 90 % vor dem 15. Lebensjahr. Hatte man die Krankheit überstanden, war man gegen eine erneute Infektion geschützt. Das Immunsystem bewirkte durch die Produktion von Antikörpern eine lebenslange Immunität.

Quellen

Hauptquellen

  • Masern. RKI-Ratgeber Infektionskrankheiten – Merkblätter für Ärzte. Robert-Koch-Institut. Stand 08/2006 - online
  • Measles. In: Epidemiology & Prevention of Vaccine-Preventable Diseases â€“ “The Pink Bookâ€, 9th Edition, Public Health Foundation, S. 131-144 - PDF (engl.), 677 kB
  • Barinaga Jorge, Skolnik Paul: Epidemiology and transmission of measles . Review, UpToDate v15.1, 2007
  • Barinaga Jorge, Skolnik Paul: Clinical presentation and diagnosis of measles. Review, UpToDate v15.1, 2007
  • Bekhor David, Barinaga Jorge, Skolnik Paul: Prevention and treatment of measles. Review, UpToDate v15.1, 2007

Einzelbelege

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