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Medienabhängigkeit - Medizin-News-Lexikon

Medienabhängigkeit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Medienabhängigkeit, umgangssprachlich auch Mediensucht, ist der Sammelbegriff für die Abhängigkeit von Medien. Dazu gehören z.B. Internetabhängigkeit (Webaholism/Webaholic), Fernsehabhängigkeit, Handyabhängigkeit oder auch die Abhängigkeit von Computerspielen.

Inhaltsverzeichnis

Ursachen und Folgen

Ähnlich wie bei der Spielabhängigkeit ist der körperliche Faktor der, dass Glücksgefühle durch Ausschüttung von Endorphinen im Gehirn produziert werden, wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Beispielsweise löst das Klingeln des Handys, wenn eine SMS eingeht, ein gewisses Glücksgefühl aus; der Süchtige versucht, das möglichst oft zu erreichen.

Ein anderer Aspekt ist die Ablenkung von der Welt, beim vertieften stundenlangen Spielen oder Fernsehen wird das Leben mit all seinen Problemen vergessen. Beim Fernsehen verändern sich die Vorgänge im Gehirn, der Körper entspannt, das passive Konsumieren wird als wohltuend empfunden.

Medienabhängigkeit kann zu sozialen Problemen führen. Hohe Kosten durch hohe Mobilfunkrechnungen führen oft zu Schulden. Exzessives Fernsehen oder das totale Versinken in der virtuellen Welt von Computern kann die Betroffenen isolieren, Sozialkontakte werden häufig vernachlässigt oder brechen ab. Medienabhängigkeit tritt häufig kombiniert mit anderen Abhängigkeiten auf. Sex- und Spielabhängigkeit z. B. werden oft am Computer im Internet ausgelebt. Das Internet bietet Zugang zu Anbietern pornographischer Inhalte und Onlinespielcasinos.

Eine hirnphysiologische Untersuchung von fünfzehn "normalen" und fünfzehn "exzessiven" Computerspielern ergab, das die EEG-Muster der "exzessiven" Spieler beim Anblick von Bildern mit Spielszenen mit den Reaktionen von Alkoholabhängigen (auf Alkoholbilder) oder Cannabisabhängigen (auf Cannabisbilder) vergleichbar sind. [1]

Siehe auch

Quellen

  1. ↑ derstandard.at

Weblinks

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Medienabh%C3%A4ngigkeit“

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