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Meningeom - Medizin-News-Lexikon

Meningeom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ein Meningeom (syn.: Meningiom, Meningeoma, engl.: meningioma) ist ein benigner (gutartiger“) Hirntumor. Er entsteht durch die Entartung von Zellen der Arachnoidea mater (einer Hirnhautschicht). Charakteristisch ist sein langsames und verdrängendes Wachstum. Maligne Entartungen sind möglich.

Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Das Haupterkrankungsalter liegt im 5. Lebensjahrzehnt, wobei Frauen im Verhältnis 3:2 häufiger betroffen sind. Multiples Auftreten von Meningeomen ist charakteristisch für die Neurofibromatose (Morbus Recklinghausen). Zu therapeutischen Zwecken angewendete Bestrahlungen des Kopfes führen zu einem im Vergleich zur Normalbevölkerung gehäuften Auftreten.

Pathologie und Morphologie

Fibromatöses Meningeom 400x fach vergrößert
Fibromatöses Meningeom 400x fach vergrößert

Meistens befinden sich Meningeome an der Falx, am Keilbeinflügel, an der Olfaktoriusrinne und setzen sich in der Regel gut vom angrenzenden Hirngewebe ab. Die Schnittfläche sieht grau und körnig aus. In manchen Formen ist im Mikroskop eine Zwiebelschalenformation der Tumorzellen zu beobachten. Verkalken diese, werden sie Psammomkörper genannt. Nach der WHO-Klassifikation sind derzeit 13 histologische Typen bekannt, die je nach Rezidivhäufigkeit und Prognose als Grad I, Grad II (atypisches Meningeom) Grad III (anaplastisches Meningeom) eingestuft werden.

Symptome

Zu den geschilderten Beschwerden gehören Kopfschmerzen und neurologische Ausfälle. In der Schwangerschaft kann das Wachstum der Meningeome beschleunigt verlaufen, eine mögliche Erklärung sind die in den Tumorzellen regelmäßig vorhandenen Progesteron-Rezeptoren. Zufällig entdeckte Meningeome können auch gar keine Symptome hervorrufen und müssen, wenn sie nicht rasch größer werden, nicht unbedingt operiert werden.

Diagnostik

Typische randständige Lokalisation eines Meningeoms rechts.
Typische randständige Lokalisation eines Meningeoms rechts.

Röntgen, Angiografie, Computertomografie, Kernspintomografie.

Das bildgebende Verfahren der ersten Wahl ist beim Meningeom die Kernspintomografie, da dieses Verfahren den größten Weichteilkontrast besitzt und in typischen Fällen die sichere Diagnose eines Meningeoms ermöglicht. In T2-gewichteten Aufnahmen stellen sie sich im Gegensatz zu vielen anderen Tumoren als schwarze Masse (isointens) dar, die dunkler als das umgebende Hirngewebe ist.

Die meisten Meningeome wachsen sphärisch oder globulär unter Beibehaltung ihrer soliden Masse. In manchen Fällen können sie Hirnhäute oder Knochen durchbrechen. Daneben beobachtet man bevorzugt im Os sphenoidale eine plaqueförmige Ausbreitung.

Therapie

Die neurochirurgische Entfernung des Tumors ist die Therapie der Wahl. Eine Option kann hier bei gefäßreichen Tumoren die präoperative Embolisation sein. Eventuell kann auch eine Strahlentherapie oder Radiochirurgie (Gamma knife) durchgeführt werden.

Weblinks

commons:Hauptseite.php
Commons
Commons: Histopathologie des Meningeoms – Bilder, Videos und/oder Audiodateien

Deutsche Hirntumorhilfe e.V.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Meningeom“

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