aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Mikroskopisches Bild (
Histologie) eines Morbus Bowen. Die
Basallamina ist von den Tumorzellmassen noch nicht in die Tiefe durchbrochen (
Carcinoma in situ“), daher erfolgt keine Metastasierung.
Der Morbus Bowen, auch: Dermatosis praecancerosa Bowen, Bowen-Karzinom (Bowen-Hautkrebs), Erythroplasie de Queyrat (s. u.), Dyskeratosis maligna, ist eine häufige Hautveränderungen, die sich zu Hautkrebs weiterentwickeln kann (Präkanzerose). Es zählt zu den sogenannten Plattenepithel-Karzinomen und ist dem Spinaliom (Stachelzellkrebs) verwandt. Die Hautveränderungen können durch Sonnenlicht, chemische Stoffe (Arsen) und bestimmte Viren (HPV) ausgelöst werden.
Symptomatik:
An der Haut zeigen sich einzelne scharf begrenzte aber unregelmäßig geformte, breite rot-schuppige Hautveränderungen (erythrosquamöse bzw. psoriasiforme Plaques). Die Größe variiert von Millimeter bis Dezimeter. Die Hautveränderungen sind der Psoriasis(Schuppenflechte) ähnlich.
Sekundärprävention:
Der Morbus Bowen tritt vor allem bei Menschen im zweiten Lebensabschnitt an Rumpf und Armen/Beinen auf und bereitet meist keine Beschwerden. Vorsorglich müssen die Hautveränderungen des Morbus Bowen entfernt und feingeweblich untersucht werden, um einen entstehenden Hautkrebs (vor allem der Basalzellenkrebs) frühzeitig entdecken und behandeln zu können. Er bildet selten die gefährlichen,Tochtergeschwulste (Metastasen).
Eine dem Morbus Bowen ähnliche Erkrankung, die jedoch nur an den Genitalen auftritt, ist die Erythroplasie.
Weblinks