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Nocardien sind stäbchenförmige, grampositive Bakterien. Sie wachsen oft verzweigt und sind teilweise ähnlich wie Mykobakterien durch Säure nicht wieder entfärbbar (säurefest). Nocardien kommen ubiquitär im Erdboden und in Feuchtbiotopen vor. Sie wachsen besonders gut bei 30°C und können beim beim Menschen die Nocardiose auslösen.
Erkrankungen
Nocardien werden über die Lunge aufgenommen. Nur bei Immunsupprimierten lösen die Bakterien Erkrankungen aus. Dabei kommt es zuerst zur pulmonalen Nocardiose mit Bronchopneumonie und Lungenabszess. Von dort können sie über das Blut (hämatogen) in verschiedene Organe streuen (systemische Nocardiose). Die Erreger befallen bevorzugt das ZNS und lösen Enzephalitiden und Hirnabszesse aus. Nocardien können auch kutane und subkutane Abszesse auslösen (oberflächliche Nocardiose).
Therapie
Antibiotische Therapie mit Cotrimoxazol und Doxycyclin. Als Reserveantibiotika stehen Imipenem und Amikacin zur Verfügung.