Medizin-Lexikon online
0
0
0
0

Alle Krankenhäuser
und Rehakliniken:
Adressen und Infos!

Zur Liste der Fachbegriffe Artikel-Infos
   

Peter-Pan-Syndrom - Medizin-News-Lexikon

Peter-Pan-Syndrom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.


Das Peter-Pan-Syndrom beschreibt kindische Verhaltensmuster, die bestimmte Männer an den Tag legen. Angeblich kommt es vor allem bei jungen männlichen Berufseinsteigern vor, die nicht akzeptieren wollen, schon erwachsen zu sein. Sie haben oftmals den Wunsch, irgendetwas nachzuholen, was sie ihrer Meinung nach in ihrer Kindheit vergessen hatten. Sie betrachten ihre Kindheit noch nicht als vollständig abgeschlossen, solange dieses Stück fehlt. Das Konzept vom Peter-Pan-Syndrom ist ein psychologischer Beitrag zur Thematik Jugendwahn.

Von einem Syndrom spricht man in der medizinischen Literatur, wenn eine Anzahl von Einzelsymptomen im musterhaften Komplex verknüpft sind, wobei im günstigen Fall auch die gemeinsame pathogenetische Ursache bekannt ist, aber zumindest eine statistisch weit überzufällige Korrelation der Einzelsymptome nachgewiesen ist.

Beim Peter-Pan-Syndrom handelt es sich um keinen gängigen, von der Fachwelt (medizinische Psychologie) fundierten und anerkannten Begriff, sondern um den Schlüsselterminus eines vom amerikanischen Familientherapeuten Dan Kiley Anfang der 80-er Jahre publizierten Ratgeberbuches, das sich großer Popularität erfreute.

Peter Pan ist Hauptheld einer Anfang des 20. Jh. vom britischen Autor J. M. Barrie geschaffenen beliebten Kindergeschichte. Diese handelt von der vorübergehenden Freundschaft dreier gewöhnlicher Londoner Kinder mit dem faszinierenden Jungen, der sie in sein traumhaftes Neverland lockt, wo sie unvergleichliche Abenteuer erleben, schließlich aber doch vom Heimweh zurückgetrieben werden. Peter Pan, der partout nicht erwachsen werden will, sondern sein Leben in ewigem Spiel verbringt, bleibt einsam zurück.

Das Peter-Pan-Syndrom ist keine Krankheit, kann sich aber zu einer Gefahr für die geistige Gesundheit des Betroffenen entwickeln. Solche Männer haben sich nicht einfach kindliche Züge bewahrt, sondern verhalten sich unangemessen kindisch, wodurch sie die Beziehungen zu ihren Mitmenschen, speziell zu ihren engsten Angehörigen beschädigen. Es bilden sich sechs Hauptsymptome heraus:

  1. Verantwortungslosigkeit: Der Betreffende drückt sich vor seinen Pflichten. Er verlacht unbekümmert die geltenden Regeln, schiebt die Erledigung von Aufgaben vor sich her. Spaß und Abneigung gegen Selbstdisziplin sind sein Credo. Nie sucht er die Schuld an Misserfolgen bei sich selbst. Dank blühender Fantasie kann er sich zum Tagträumer entwickeln.
  2. Angst: Er verbirgt ein Schuldgefühl gegenüber den Eltern. Er verarmt emotional, wird unfähig zu tiefer Liebe für andere Menschen.
  3. Einsamkeit: Aus dem Gefühl, vom Vater abgelehnt zu werden, entwickelt sich eine ständige Suche nach Freunden, die aber vergeblich bleibt und durch Anpassung an Kumpel-Gruppen kompensiert wird.
  4. Sexueller Rollenkonflikt: Einerseits führen Sexualtrieb und Wunsch, geliebt zu werden, schnell zu Partnerschaften, andererseits verhindern Unsicherheit, mangelndes Selbstvertrauen, Prahlerei und cooles Macho-Gehabe eine positive und von Offenheit geprägte Beziehung zur Partnerin, außer wenn sie aus Angst vor Verlust und Selbständigkeit willig die überfürsorgliche, nachgiebige, einseitig altruistische, stets auf Harmonie und Konfliktvertuschung bedachte, sich zur Märtyrerin stilisierende "Mutterrolle" übernimmt.
  5. Narzissmus: Selbstverliebtheit, Perfektionismus
  6. Chauvinismus: monsterhafte, verächtliche sexistische Einstellung

Verwandte Themen

Literatur

  • J. M. Barrie, Peter Pan, 1911
  • Dan Kiley, Das Peter-Pan-Syndrom : Männer, die nie erwachsen werden, 5. Aufl., München : Heyne, 1994, Originaltitel: The Peter Pan syndrome, ISBN 3-453-03360-4
  • Dan Kiley, Die Angst der Frauen, sie selbst zu sein : das Wendy-Dilemma, 2. Aufl., München : Heyne, 1991, Originaltitel: The Wendy dilemma, ISBN 3-453-04251-4

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Pan-Syndrom“

Lesen hält gesund!
Aktuelle Buchtipps der Redaktion zu den Themen Medizin, Gesundheit und Wellness!
Medikamente bequem bestellen
Online, per Fax oder Telefon verschreibungspflichtige Medikamente bestellen? Kein Problem! Unsere Partnerapotheke steht Ihnen zur Verfügung!
Top nach oben
0
0
0
Die Themen
Akupunktur & Alternatives
Allergie & Asthma
Anti-Aging
Arznei & Pharma
Augen & Brille
Baby & Kleinkind
Depression & Psyche
Diabetes
Entspannung & Schlaf
Ernährung & Diät
Gehirn & Nerven
Haar & Beauty
Haut & Schönheit
Herz & Kreislauf
Hormone
Husten & Schnupfen
Impfen
Infektion
Knochen & Gelenke
Kopfschmerz & Migräne
Krebs & Tumor
Leber & Galle
Lust & Liebe
Magen & Darm
Mund & Zähne
Nase & Ohren
Nerven & Stärkung
Nieren & Blase
Rauchen & Sucht
Rheuma & Gelenke
Schmerz
Sport & Fitness
Stoffwechsel
Venen & Durchblutung
Vitamine & Mineralien
BUCHTIPPS
0

© LOGismOS, Berlin
Seite in 2.69963 sec generiert


Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004