Medizin-Lexikon online
0
0
0
0

Alle Krankenhäuser
und Rehakliniken:
Adressen und Infos!

Zur Liste der Fachbegriffe Artikel-Infos
   

Proteinurie - Medizin-News-Lexikon

Proteinurie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Unter einer Proteinurie (Eiweißharnen) versteht man das Vorhandensein von mehr als 150 mg Eiweiß in einem Liter Harn. Geringere Konzentrationen im Harn gelten als normal. Die Eiweiße bestehen aus Albumin, in der Niere gebildetem IgA, dem Tamm-Horsefall-Protein und aus Antikörperleichtketten.

Ursache

Bei den meisten Menschen mit einmaligem Auftreten einer Proteinurie findet sich keine Grunderkrankung. Ansonsten liegt die Erkrankung meistens in den Glomeruli oder den Tubuli der Niere, wobei die Eiweiße durch den Filter nicht zurückgehalten werden können.

Folgende Ursachen kommen in Betracht:

Glomeruläre Proteinurie

  1. Diabetes mellitus
  2. Hypertonie (Bluthochdruck)
  3. Entzündungen der Niere
  4. Medikamente
  5. EPH-Gestose in der Schwangerschaft
  6. erbliche Schädigungen
  7. gutartige Proteinurien bei:
    1. Stress
    2. zu hoher/niedriger Körpertemperatur

Tubuläre Proteinurie

  1. Entzündungen im Bereich der Tubuli
  2. zu hohe Harnsäurewerte (Gicht)
  3. längerer Schmerzmittelmissbrauch
  4. multiples Myelom
  5. Störungen der Harnblasenentleerung mit Rückstau in die Niere
  6. Hypokaliämie
  7. Hyperkalzämie

Ursache oberhalb der Niere Hier liegt meistens ein Überangebot eines bestimmten Eiweißes im Blut vor:

  1. Hämolyse
  2. Myoglobulinämie
  3. Plasmozytom (Entstehung von Bence-Jones-Proteinen)

Ursache unterhalb der Niere

  1. Harnleitersteine
  2. Blasensteine
  3. Harnleiter/Blasenentzündung
  4. Tumore

Diagnose

Meistens wird die Proteinurie durch einen Streifentest erkannt, bei dem ein Teststreifen in den Urin eingetaucht wird und ein Farbumschlag des Teststreifens nach einer gewissen Zeit registriert wird. Weiterführende Untersuchungen werden dann in einem Labor vorgenommen. Je nach Protein-Ausscheidungsmuster lassen sich Rückschlüsse auf die mögliche zugrundeliegende Erkrankung machen (sogenannte diagnostische Erwartungsgruppen). Ein Gesamtspektrum der ausgeschiedenen Eiweißkörper erhält man durch Auftrennung des unkonzentrierten Harns in einem Polyacrylamidgel, das ein Detergens enthält (SDS-Elektrophorese). Die Methode ist qualitativ, sehr sensitiv (Protein-Silberfärbung), stellt aber im Gegensatz zu einer quantitativen Individualproteinbestimmung alle Proteine im Harn eines Molekulargewichtsbereichs von 10.000 bis ca. 200.000 Dalton dar. Über die Technik des sogenannten Immunblottings lassen sich über spezifische Antikörper die einzelnen Proteinbanden definierten Eiweißkörpern zuordnen.

Weblinks

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Proteinurie“

Lesen hält gesund!
Aktuelle Buchtipps der Redaktion zu den Themen Medizin, Gesundheit und Wellness!
Medikamente bequem bestellen
Online, per Fax oder Telefon verschreibungspflichtige Medikamente bestellen? Kein Problem! Unsere Partnerapotheke steht Ihnen zur Verfügung!
Top nach oben
0
0
0
Die Themen
Akupunktur & Alternatives
Allergie & Asthma
Anti-Aging
Arznei & Pharma
Augen & Brille
Baby & Kleinkind
Depression & Psyche
Diabetes
Entspannung & Schlaf
Ernährung & Diät
Gehirn & Nerven
Haar & Beauty
Haut & Schönheit
Herz & Kreislauf
Hormone
Husten & Schnupfen
Impfen
Infektion
Knochen & Gelenke
Kopfschmerz & Migräne
Krebs & Tumor
Leber & Galle
Lust & Liebe
Magen & Darm
Mund & Zähne
Nase & Ohren
Nerven & Stärkung
Nieren & Blase
Rauchen & Sucht
Rheuma & Gelenke
Schmerz
Sport & Fitness
Stoffwechsel
Venen & Durchblutung
Vitamine & Mineralien
BUCHTIPPS
0

© LOGismOS, Berlin
Seite in 2.69963 sec generiert


Diese Webseite wurde mit PHPKIT Version 1.6.1 erstellt
PHPKIT ist eine eingetragene Marke der Gersöne & Schott GbR - Copyright © 2002-2004