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Quecksilbervergiftung - Medizin-News-Lexikon

Quecksilbervergiftung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Eine Quecksilbervergiftung ist eine Vergiftung mit dem Metall Quecksilber.

Quecksilber ist ein giftiges Schwermetall. Metallisches Quecksilber, das schon bei Raumtemperatur und normalen Druckverhältnissen flüssig ist, ist in diesem Aggregatzustand noch relativ ungefährlich. Es geht jedoch bereits bei Raumtemperatur in einen gasförmigen Zustand über und bildet giftige Dämpfe.

Mit Quecksilber in Kontakt kommen kann man z.B. durch alte Quecksilberthermometer, die beim Zerbrechen Quecksilber freisetzen, heutige Ausdehnungsthermometer hingegen sind zum Beispiel mit Alkohol befüllt. Die Vergiftung wird oft durch die direkte Aufnahme der Dämpfe des Quecksilbers hervorgerufen. Man spricht dabei von einer akuten Vergiftung. Das Quecksilber blockiert im Organismus ein Enzym, das für die Reizübertragung nötig ist. Auch chronische Vergiftungen sind möglich, wenn man über längere Zeit geringen Mengen ausgesetzt ist.

Akute Vergiftung

Die ersten Symptome einer akuten Vergiftung sind

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • trockener Mund-Rachenraum

Es sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden, da die Schäden meist irreparabel sind, wenn nicht sofort Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Als tödlich wird eine Menge von 150-300 mg angesehen. Langzeitschäden sind oft Nieren- und Leberschäden.

Chronische Vergiftung

Wesentlich häufiger sind jedoch chronische Vergiftungen durch geringe Dosen Quecksilber, das über die Nahrung aufgenommen werden kann. Hier spricht man auch von der Minamata-Krankheit. Wird Quecksilber in einem geschlossenen Raum verschüttet, so kann es versickern und noch lange danach giftige Dämpfe bilden. Auch das in der Zahnmedizin verwendete Amalgam wurde als Verursacher chronischer Quecksilbervergiftungen diskutiert, kann jedoch nach herrschender wissenschaftlicher Meinung als unbedenklich in dieser Hinsicht eingestuft werden.

Ursachen für die chronische Vergiftung

  • Aufnahme von Hg am Arbeitsplatz
  • Aufnahme von Hg über die Nahrung
  • Aufnahme von Hg über Zahnmetall
  • Aufnahme von Hg bei der Geburt(Fötus)
  • Aufnahme von Hg durch Unfälle(alte Fieberthermometer mit Hg)

Fundstellen von Quecksilber im menschlichen Körper

  • Gebiss (Zähne, Wurzeln, Kieferknochen)
  • Rückenmark
  • Gehirn
  • Organe
  • Nervenbahnen
  • Blut
  • Urin und Stuhl

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Quecksilbervergiftung“

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