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Seitenstiche - Medizin-News-Lexikon

Seitenstiche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Seitenstiche, auch als Seitenstechen bezeichneter, bei anhaltender körperlicher Anstrengung, z.B. bei Ausdauerläufen, vorwiegend bei untrainierten Personen vorkommender Schmerz in der Gegend der Milz (auf der linken Körperseite) oder Leber (rechte Körperseite).

Als Ursache wurde lange Zeit die zu schnelle Entleerung der Blutreserven aus Leber und Milz angenommen.

Da die Schmerzen verstärkt dann auftreten, wenn die körperliche Belastung unmittelbar nach dem Essen erfolgt, kann die Ursache der Schmerzen nach einer anderen Theorie auch vom Magen herrühren.

Heute geht man jedoch allgemein davon aus, dass der Schmerz seine Ursache im Zwerchfell hat. Das Zwerchfell ist ein für die Atmung wichtiger Muskel im Bauchraum. Durch anhaltende intensive körperliche Belastung kommt es speziell bei Untrainierten zu einer tiefen und schnellen Atmung. Dadurch wird das Zwerchfell, das zur Atemmuskulatur gehört, stark belastet. Der zusätzliche Sauerstoffmangel führt dann zu den bekannten krampfartigen Schmerzen im Oberbauch.

Mit zunehmender Ausdauerfähigkeit sinkt die Anfälligkeit für Seitenstiche, da das Zwerchfell besser trainiert ist. Generell sollte vorbeugend die Stärke der Anstrengung gesenkt werden, also z.B. langsamer laufen, um die Seitenstiche zu vermeiden. Bei akutem Auftreten hilft es oft, die Anstrengung kurzzeitig zu verringern, z.B. indem man eine Gehpause einlegt und erst nach Abklingen des Schmerzes weiterläuft. Durch tiefes Ausatmen mit Unterstützung der Bauchmuskulatur wird zusätzlich das Zwerchfell gedehnt und der Krampf gelöst. Massieren der entsprechenden Stelle hilft ebenfalls, den Schmerz zu mildern. Durch Drücken mit der Hand wird die verkrampfte Stelle von außen entspannt. Außerdem sollte eine sportliche Anstrengung direkt nach dem Essen vermieden werden.

Als weitere Ursache für Seitenstechen kann außerdem Druck auf die Bauchgegend (z.B. durch zu enge Kleidung) in Frage kommen.

Seitenstiche scheinen jedoch teilweise auch psychisch bedingt zu sein; daher können Placebo-Mittel dagegen wirksam sein.

Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Seitenstiche“

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