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Das Stevens-Johnson-Syndrom ist eine infekt- oder arzneimittelallergisch bedingte Hauterkrankung. Synonym werden die Begriffe Erythema exsudativum multiforme majus und Dermatostomatitis Baader verwendet.
Pathogenese
Häufigste Ursache sind allergische Reaktionen auf Medikamente (Sulfonamide,Hydantoine, NSAR, Allopurinol, etc.). Seltener Mykoplasmeninfektionen, Lymphome, bakterielle oder Virusinfektionen.
Symptomatik
Klinisch zeigt sich die Erkrankung mit einem akuten Beginn mit schweren Störungen des Allgemeinbefindens und hohen Temperaturen. Die Schleimhäute sind beteiligt, es bilden sich schmerzhafte Blasen im Mund-, Rachen- und Genitalbereich und eine erosive Konjunktivitis (Augenbindehautentzündung), die eine augenärztliche Behandlung notwendig macht. Oftmals kann der Patient den Mund nicht mehr öffnen und eine Nahrungsaufnahme ist erschwert. Bilder
Therapie
Im Vordergrund sollte die Beseitigung oder Meidung der auslösenden Ursache sein. Mykoplasmeninfektionen sollten mit Tetracyclinen behandelt werden, im Kindesalter sind Makrolid-Antibiotika vorzuziehen. Die Therapie mit Glukokortikoiden ist umstritten. Patienten mit Läsionen im Mund und Rachen scheinen durch eine Behandlung mit Kortikoiden leichter fatalen Infektionen des Respirationstraktes zu erliegen. Bei einem frühzeitigen Einsatz von Kortikoiden haben diese sich aber bewährt.