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Das "TINA-Syndrom" bezeichnet den verbreiteten Glauben an die Alternativlosigkeit der gegenwärtigen Politik, erzeugt durch ständige und ausdauernde Behauptungen weiter Teile der Politik und der Medien.
"TINA" steht für "There Is No Alternative" (Es gibt keine Alternative), ein Ausspuch von Margaret Thatcher und Leitfaden ihrer neoliberalen Politik (Thatcherismus). "Syndrom" steht für die Vielfalt der Symptome, die die gesamte Gesellschaft durchziehen.
Das TINA-Syndrom erzeugt Lähmung und Denkblockaden. Von ihm Befallene lassen Gedanken an Alternativen erst gar nicht zu, oder falls sie sich doch Alternativen vorstellen können, verweisen sie diese ins Land der Märchen.
"TINA-Syndrom" wird heute in Deutschland die mediale Aufarbeitung der angeblich alternativlosen Politik seit etwa der "Agenda 2010" genannt, sowie ihre resignative Duldung durch weite Teile der Bevölkerung. Der Begriff wird gern verwendet, da er sich im englischen Sprachraum schon durchgesetzt hat und eine deutsche Übersetzung auch nicht so einprägsam wäre.