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Workaholic - Medizin-News-Lexikon

Workaholic

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Begriff Arbeitssucht bzw. Workaholic (englisch work = Arbeit, alcoholic = Alkoholiker) bezeichnet das Krankheitsbild eines arbeitssüchtigen Menschen, bzw. eine arbeitssüchtige Person selbst. Er zeichnet sich in erster Linie durch überdurchschnittlichen Arbeitseinsatz aus, der aber mehr und mehr zu einem krankhaften Suchtverhalten führt. Im täglichen Gebrauch verwendet man das Wort Workaholic oft für Menschen, die zwar viel arbeiten, aber noch weit davon entfernt sind, das Verhalten eines Süchtigen aufzuweisen. Richtige Workaholics sind krank und müssen möglichst frühzeitig betreut werden. In Japan gibt es bereits 350 Behandlungszentren.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Die Krankheit wird in vier Stadien eingeteilt:

Einleitung

Die Arbeit nimmt den Workaholic mehr und mehr ein. Auch in seiner Freizeit denkt er oft an seinen Job und private Interessen und Pflichten werden zunehmend vernachlässigt.

Kritische Phase

Der Süchtige beginnt nach Ausflüchten für seinen übertriebenen Arbeitseinsatz zu suchen. Alle privaten Bereiche werden der Arbeit untergeordnet.

Chronische Phase

Der Süchtige übernimmt immer mehr Aufgaben, belastet sich mit allem was es zu tun gibt. In seinem Perfektionismus hält er sich stets für die ideale Person für die Bearbeitung. Das gesamte Privatleben hat keine Bedeutung mehr.

Endphase

Krankhafte Folgeerscheinungen treten auf. Es kommt zu einem massiven Knick in der Leistungsfähigkeit. Workaholics gehen oft schon Mitte 50 in Rente oder sterben sehr früh.

Tatsächlich kann man an Überarbeitung sterben. Meist ist die direkte Todesursache als Folge der Überarbeitung Herzversagen, Herzinfarkt oder Schlaganfall. In Japan wird dieser Tod als KarÅshi bezeichnet.

Arbeitssucht tritt meist bei Menschen in Führungspositionen und selbstständig Tätigen auf. Arbeiter mit festen Dienstzeiten sind selten betroffen.

Muster der Arbeitsucht

Das süchtige Arbeiten ist oft von zwei scheinbar gegensätzlichen Mustern geprägt: Einmal das zwanghafte Arbeiten, zum andern das Aufschieben oder Vermeiden von Arbeit.

Betroffene rechnen sich oft einem dieser beiden Typen zu, die aber in enger Verbindung stehen: Durch die pausenlose Arbeit gehen Prioritäten verloren, Unwichtiges nimmt einen großen Raum ein, das Unerledigte wird immer mehr und muss aufgeschoben werden. Umgekehrt steigt der Druck durch viele vor sich her geschobene Aufgaben und verhindert Ruhe und Entspannung.

Siehe auch

Literatur

  • Stefan Poppelreuter: Arbeitssucht. Beltz-Verlag Weinheim 1997. ISBN 3-621-27378-6
  • Holger Heide (Hg.): Massenphänomen Arbeitssucht – historische Hintergründe und aktuelle Entwicklung einer neuen Volkskrankheit, Atlantik, Bremen 2002,

Weblink

Quellenhinweis: Basis dieses Artikels ist ein Aufsatz aus WIKIPEDIA, der freien Enzyklopaedie. Diesen Artikel sowie Autorenhinweise finden Sie unter folgendem Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Workaholic“

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